Unterstützung für Organtransplantierte

Hildesheim (12.09.2016) Jährlich warten rund 12.000 Menschen dringend auf eine meist lebensrettende Transplantation. Viele Bürgerinnen und Bürger stehen dem Thema Organspende aufgeschlossen gegenüber, doch nur rund ein Drittel besitzen einen Organspendeausweis. "Die Bevölkerung kennt wichtige Details rund um das Thema Organspende. Dennoch ist weitere Aufklärung notwendig, um das Vertrauen der Menschen wiederzugewinnen und die Bereitschaft zu fördern, einen Ausweis bei sich zu tragen. Daher unterstützen wir gern den Bundesverband der Organtransplantierten e. V. (BDO) im Rahmen der Selbsthilfeförderung mit 3.000 Euro", so der Hildesheimer Barmer GEK Bezirksgeschäftsführer Mattias Fricke (Foto unten rechts). Die moderne Medizin sei in der Lage, kranken Menschen durch eine Organtransplantation die Chance auf ein neues Leben zu eröffnen, so Fricke weiter. Namensvetter Peter Fricke, Vorstandsvorsitzender des BDO und Leiter der Regionalgruppe Niedersachsen, freut sich über die Unterstützung seiner wichtigen Arbeit, die er von seinem Büro in Bockenem aus leitet.

Prinzipiell zur Organspende bereit

Obwohl die Deutschen sich erstaunlich gut in Sachen Organspende auskennen, besitzt nach wie vor nur eine Minderheit einen Organspendeausweis. Das war ein zentrales Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Barmer GEK im vergangenen Jahr unter 1.000 Versicherten der Kasse. "Die Bevölkerung setzt sich intensiv mit der Organspende auseinander, und viele sind prinzipiell auch bereit, Organe zu spenden. Dennoch besitzen trotz zunehmender Aufklärung und Informationskampagnen nur ein Drittel der Befragten einen Organspendeausweis", so Mattias Fricke. Mitverantwortlich für diesen geringen Wert seien die schwerwiegenden Transplantationsskandale der jüngeren Vergangenheit. So gaben 46 Prozent der Befragten an, dass die Organspendeskandale in der Vergangenheit ihr Vertrauen negativ beeinflusst haben.

Peter Fricke (l.) und Mattias Fricke

Aufklärung weiter nötig

Ganze 87 Prozent der Deutschen haben sich laut Umfrage schon einmal mit dem Thema Organspende beschäftigt und 83 Prozent wissen, dass man seinen Angehörigen mit einem Ausweis im Ernstfall die schwierige Entscheidung für oder gegen eine Organentnahme abnehmen kann. Sogar jeder Zweite (53 Prozent) weiß, dass sich auf dem Ausweis auch seine ablehnende Haltung zur Organspende dokumentieren lässt. Allein in Niedersachsen warten derzeit rund 1.700 Patienten auf eine Organtransplantation, da ihr Körper durch Krankheit oder Unfall bedingt lebensnotwendige Funktionen nicht mehr selbstständig übernehmen kann.

Weitere Infos auch unter: www.bdo-ev.de


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Webcode dieser Seite: p000484 Autor: Barmer Erstellt am: 12.09.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.12.2016
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