Nicht so viele Fettleibige in Niedersachsen und Bremen - Adipöser Osten, schlankerer Norden

Hannover/Bremen (26.10.2016) In Niedersachsen und Bremen leben weniger adipöse, sprich krankhaft übergewichtige Menschen, als in den meisten anderen Bundesländern. Das geht aus dem Barmer GEK Krankenhausreport mit der Analyse der Haupt- und Nebendiagnosen hervor. "Allerdings ist in Niedersachsen der Zuwachs von Fettleibigen in den vergangen zehn Jahren mit 4,1 Prozent der zweithöchste in Deutschland", mahnt Landesgeschäftsführerin Heike Sander das Thema nach wie vor nicht aus den Augen zu verlieren. 

15,5 Prozent Adipöse in Niedersachsen – 14,6 Prozent in Bremen

Während in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2013 bei 20,6 Prozent der Bevölkerung einen Body-Mass-Index von mindestens 30 festgestellt wurde, war das in Bremen nur bei 14,6 Prozent und in Niedersachsen bei 15,5 Prozent der Fall. Die Stadtstaaten Berlin (13 Prozent) und Hamburg (11,1 Prozent) haben die wenigsten Adipositas-Patienten im Bund zu verzeichnen. Die Studie der Krankenkasse zeigt allerdings auch, dass die Zahl der Adipösen innerhalb von zehn Jahren in allen Bundesländern gestiegen ist. Den höchsten Zuwachs verzeichnet das Saarland mit einem Anstieg von 4,8 Prozent, gefolgt von Niedersachsen (+4,1 Prozent), Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, jeweils mit einem Plus von 3,4 Prozent. In Bremen stiegt die Zahl der krankhaft übergewichtigen Menschen zwischen 2003 und 2013 moderat um 2,9 Prozent.

Adipositas und psychische Beschwerden

Der BMI beschreibt eine Maßzahl, die das Gewicht einer Person in Relation zu ihrer Größe bewertet. Bei Normalgewichtigen liegt der BMI zwischen 18,5 und 25. Ab einem BMI von 30 gilt ein Mensch als adipös, ab einem BMI von 40 spricht man von krankhaftem Übergewicht. Extremes Übergewicht begünstigt eine Vielzahl von Erkrankungen, angefangen bei Gelenkbeschwerden bis hin zu Diabetes mellitus. Ebenso leiden Übergewichtige häufiger an psychischen Beschwerden, auch die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung ist bei ihnen höher. Faktoren wie gute Bildung und ein überdurchschnittliches Einkommen sorgen im Allgemeinen für weniger Adipositas-Fälle.

Mehr zum Krankenhausreport unter www.barmer-gek.de/547387


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Webcode dieser Seite: p006834 Autor: Barmer Erstellt am: 26.10.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.12.2016
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