Rheuma: 250.000 mit Dauerschmerz - Neues Versorgungsprogramm

Hannover (08.11.2016) Nach Angaben der Barmer GEK sind rund 32 von 1.000 Personen in Niedersachsen von einer rheumatischen Arthritis betroffen, etwa 248.000 Menschen. In Bremen leiden rund 26 von 1000 Versicherten an der chronischen Erkrankung, etwa 1.600 Menschen. Rheuma kann in jedem Alter auftreten, wird aber ab 40 Jahren zunehmend diagnostiziert. Die Kasse ruft dazu auf, die Behandlung von Rheumapatienten besser zu koordinieren und enger zu kooperieren. "Ein schnelles und gezieltes Eingreifen ist vor allem bei entzündlichem Rheuma ein wesentlicher Schritt zum Therapieerfolg. Beim Verdacht auf eine entzündlich rheumatische Erkrankung sollte binnen zwei Wochen ein Termin beim Facharzt erfolgen", so Heike Sander, Landeschefin der Kasse in Niedersachsen und Bremen. 

Neues Versorgungsprogramm

"Weil das Krankheitsbild bei Rheuma viele Ausprägungen hat und sehr komplex sein kann, ist es äußerst schwierig, die richtige Diagnose zu stellen. Je später Rheuma aber erkannt wird, desto gravierender sind in der Regel die Folgen." Deshalb testet die Barmer GEK in mehreren Regionen Deutschlands derzeit gemeinsam mit dem Berufsverband Deutscher Rheumatologen und dem Deutschen Hausärzteverband ein entsprechendes Versorgungsprogramm: Versicherte mit Verdacht auf entzündliches Rheuma erhalten binnen 14 Tagen einen Termin beim teilnehmenden Rheumatologen. Nach Abschluss der Testphase wird eine bundesweite Ausdehnung des Programms geprüft.


Rheuma zeichnet sich aus durch eine hohe Belastung für die Patienten

  • dauerhafte Schmerzen, Bewegungs- und Funktionseinschränkungen
  • Müdigkeit und ständige Medikation
  • erhöhte Mortalität und fortschreitende Invalidisierung
  • oft langer Irrlauf durch das System
  • häufig berufliche Neuorientierung oder Berentung erforderlich
  • Verlust an Lebensqualität und erheblich eingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Kontakt für die Presse:

Michael Erdmann,
Landesgeschäftsstelle Niedersachsen/Bremen,
kostenlos unter Telefon: 0800 33 20 60 56-3005,
E-Mailpresse.niedersachsen_bremen@barmer.de

Webcode dieser Seite: p006835 Autor: Barmer Erstellt am: 08.11.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.12.2016
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