Gefährlicher Trend Adipositas

Hannover (22.06.2016) Übergewicht und Adipositas haben sich in den letzten Jahren zu einer Epidemie entwickelt. Die Menschenrechtsorganisation der WHO betrachtet die Häufigkeit als bedrohlich für die gesamte Menschheit. "Allein in Niedersachsen litten laut dem Barmer GEK Arztreport 2016 im Jahr 2014 rund 708.000 Menschen unter der Diagnose 'Adipositas und sonstige Überernährung'. Davon dürften rund 308.000 Männer und fast 400.000 Frauen betroffen sein", betont Landesgeschäftsführerin Heike Sander. 8,1 Prozent der Männer und 10,1 Prozent der Frauen erhielten eine entsprechende Diagnose. Als zentraler Risikofaktor für eine Vielzahl metabolischer Störungen und weiterer Erkrankungen verursacht die Adipositas hohe Kosten, die in Deutschland auf 15 bis 20 Milliarden Euro im Jahr geschätzt werden.

Regional betrachtet bedeutet dies für die großen Städte:
Hannover: ca. 55.000 Betroffene
Bremen: ca. 60.000 Betroffene
Braunschweig: ca. 22.400 Betroffene
Wolfsburg: ca. 11.000 Betroffene
Osnabrück: ca. 14.200 Betroffene
Oldenburg: ca. 14.400 Betroffene
Göttingen: ca. 10.600 Betroffene
Lüneburg: ca. 6.500 Betroffene
Celle: ca. 6.200 Betroffene

Verantwortlich für Diabetes und Bluthochdruck

Schon moderates Übergewicht kann zu einer Reihe von körperlichen Beschwerden führen. So kann es zu Kurzatmigkeit, Atemnot und verstärkter Schweißbildung sowie zu Knie-, Hüft- und Kreuzbeschwerden durch Überlastung der Gelenke kommen. Adipositas ist darüber hinaus für eine Vielzahl von weiteren Erkrankungen mit verantwortlich. Dazu zählen Bluthochdruck und Diabetes mellitus. Je größer das Übergewicht, desto höher die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken. Zudem kann Übergewicht zu Veränderungen im Fettstoffwechsel führen. Die Kombination von Diabetes mellitus, Bluthochdruck, veränderten Blutfettwerten und Adipositas wird als metabolisches Syndrom bezeichnet. Hier besteht für Patienten die große Gefahr, dass es zu Ablagerungen in den Gefäßen kommt. Die Arteriosklerose betrifft dabei das gesamte Gefäßsystem. Das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigt somit erheblich an. Je nach Dauer und Schwere des Übergewichts kann es außerdem zur Herzvergrößerung mit Herzinsuffizienz (Herzschwäche) kommen.



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Landesgeschäftsstelle Niedersachsen/Bremen,
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Webcode dieser Seite: p000208 Autor: Barmer Erstellt am: 22.06.2016 Letzte Aktualisierung am: 26.04.2017
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