Kopfschmerzen: Frauen häufiger betroffen

Hannover, 4. September 2020 – Frauen sind doppelt so häufig von Kopfschmerzen betroffen wie Männer. Das ergaben Analysen der Barmer. Demnach waren in Niedersachsen im Jahr 2018 über 14 Prozent der Frauen wegen Kopfschmerzen mindestens einmal in ärztlicher Behandlung, das sind rund 580.000. Bei den Männern waren es rund 293.000, was einem Anteil von rund sieben Prozent entspricht. Ähnliches Bild in Bremen: 14 Prozent der Frauen, über 47.000 Patientinnen, und sieben Prozent der Männer, über 23.000 Patienten, ließen sich ärztlich behandeln „Viele Krankheiten äußern sich bei Frauen und Männern unterschiedlich. Kopfschmerzen hängen bei Frauen häufig mit dem wechselnden Hormonspiegel zusammen. Daher können Frauen mit menstruationsbedingten Kopfschmerzen individuell durch hormonhaltige Verhütungsmethoden profitieren“, sagt Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Niedersachsen und Bremen, anlässlich des Kopfschmerztags am 5. September.

Vorsicht vor Selbstmedikation bei Kopfschmerzen

Die Medizin kenne mehr als 240 Arten von Kopfschmerzen. Wichtig sei deshalb bei Frauen wie bei Männern, dass ärztlich diagnostiziert wird, um welche Art von Kopfschmerzen es sich handelt, bevor Schmerzmittel eingenommen werden. „Ob es sich um Spannungskopfschmerzen oder Migräne handelt, oder vielleicht ein unentdeckter Bluthochdruck hinter den Kopfschmerzen steckt, ist entscheidend für die richtige Wahl von Arzneimitteln“, sagt Sander. So wirkten Triptane (wie zum Beispiel Naratriptan, Rizatriptan, Sumatriptan oder Zolmitriptan) gut gegen Migräne aber nicht gegen Spannungskopfschmerzen. Außerdem sollten Triptane genauestens nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden, da sie ausgerechnet Dauerkopfschmerzen als Nebenwirkung entfalten könnten. Auch die in der Apotheke freiverkäuflichen Kopfschmerzpräparate eignen sich wegen ihren Neben- und Wechselwirkung nicht für den Dauereinsatz.

Kopfschmerz-Apps können helfen

Um die Art des Kopfschmerzes differenzieren zu können, sollten Mann und Frau einen Kopfschmerzfragebogen führen, in dem sie dokumentieren, wann und unter welchen Bedingungen die Kopfschmerzen auftreten. „Um unsere Versicherten mit Kopfschmerzen bestmöglich zu unterstützen, beinhaltet unsere Kopfschmerz-App M-Sense solch einen Fragebogen, der dann mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin besprochen werden kann“, so Sander. Weitere Informationen über Kopfschmerzen unter www.barmer.de/s000938


Webcode dieser Seite: p015847 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 04.09.2020
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