Jede Siebte mit Hör-Problemen

Hannover, 4. Juni 2020 – Die Zahl der Menschen, die Hörprobleme haben, steigt stetig. „Der aktuelle Barmer-Arztreport hat ermittelt, dass allein im Jahr 2018 genau 13,1 Prozent aller Versicherten der Kasse in Niedersachsen die Diagnose ‚Krankheiten des Ohres’ erhielten, in Bremen waren es 13,0 Prozent“, berichtet Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Niedersachsen und Bremen. Im Vorjahreszeitraum sind es in Niedersachsen noch 13,0 Prozent und in Bremen 12,9 Prozent gewesen. Es sind kleine Unterschiede bei den Geschlechtern zu verzeichnen: 13,6 Prozent der niedersächsischen und 13,7 Prozent der Bremerinnen waren betroffen, bei den Männern waren es 12,6 Prozent in Niedersachsen und 12,3 Prozent in Bremen. 

Pflege und Selbstreinigungsmechanismus

Was können Betroffene tun? Wie können die Ohren gepflegt werden? „Wer sich nicht wäscht, verdreckt“, ist eine gängige Devise. Die Ohren allerdings sind hochmoderne Geräte: Sie verfügen über einen Selbstreinigungsmechanismus, der es eigentlich überflüssig macht, den Gehörgang manuell zu reinigen. Die feinen Härchen im Gehörgang sind dafür verantwortlich, das aus Schweißdrüsensekret, Talg und Schmutzpartikeln bestehende Schmalz in Richtung Ohrmuschel zu transportieren. Das bedeutet auch, dass es im Normalfall ausreicht, die empfindliche Haut der Ohrmuschel und hinter dem Ohr zu reinigen und zu pflegen. Allerdings kann es auch vorkommen, dass sich das Ohr nicht hinreichend selbst reinigen kann. Grund dafür kann beispielsweise eine erhöhte Produktion von Ohrenschmalz sein: Der Selbstreinigungsmechanismus kommt dann schlicht nicht nach, es bildet sich ein Pfropf. Zu einem Pfropfen im Ohr kann aber auch ein zu enger Gehörgang führen. Dann genügt bereits relativ wenig Ohrenschmalz, damit eine unangenehme Verstopfung des Gehörgangs entsteht. Eine weitere Ursache für verstopfte Ohren kann aber auch schlicht das Alter sein – manchmal lässt die Selbstreinigungsfähigkeit der Ohren mit dem Alter nach. Nicht immer muss gleich der ganze Gehörgang verstopft sein. Manchmal sind es nur kleine Partikel des Ohrenschmalzes, die eintrocknen und zwischen den Härchen im Gehörgang festsitzen. Die Folge: Es beginnt zu jucken. Juckreiz, Pfropfen und Entzündungen zählen zu den häufigsten Beschwerden im Gehörgang. In all diesen Fällen ist es nötig, den Gehörgang zu reinigen oder durch einen HNO-Arzt reinigen zu lassen. 

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Webcode dieser Seite: p015398 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 28.08.2020
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