Woran Frauen leiden: Welche Krankheiten kommen in welchem Alter?

Hannover, 5. Mai 2020 – Die Frauen achten mehr auf ihre und die Gesundheit. Sie gehen öfter zum Arzt als die Männer und haben die Gesundheitskompetenz in der Familie, dies ist eine Erkenntnis des Barmer-Arztreport 2020. „Denn 96 Prozent der weiblichen Versicherten stellen sich mindestens einmal im Jahr in einer Arztpraxis vor, bei den Männern sind es lediglich 90 Prozent“, so Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der Kasse in Niedersachsen und Bremen. Aber was sind denn die speziellen medizinischen Probleme und gesundheitlichen Leiden der Frauen? 

Gynäkologische Probleme in der Jugend

Gynäkologische Untersuchungen und Probleme dominieren mit 63,6 Prozent die gestellten Diagnosen bei den jungen Frauen im Alter von 15 bis 24, auch die Diagnose „Akute Infektionen“ kommt mit 32,1 Prozent recht häufig vor. Im weiteren Erwachsenenalter von 25 bis 39 Jahren setzt sich die starke Bedeutung der Infektionen der oberen Atemwege mit 29,1 Prozent fort, die Diagnose „Rückenschmerzen“ war mit 23,3 Prozent ebenfalls auffällig. 

Rückenbeschwerden von 40 bis 65

Unter Frauen im Alter zwischen 40 bis unter 65 Jahren verschiebt sich das Spektrum häufiger Diagnosen. Untersuchungen auf Krebsneubildungen haben mit 46,2 Prozent einen großen Anteil an den Arztbesuchen. Rückenbeschwerden zeigen nun mit 35,5 Prozent eine weiter starke Bedeutung. Klimakterische Störungen werden bei 23,6 Prozent der Arztbesucherinnen diagnostiziert. 

Mehr seelische Probleme im Alter

Bei Frauen wird auch nach Vollendung des 65. Lebensjahres die Diagnose einer essentiellen Hypertonie mit 66,7 Prozent ausgesprochen oft vergeben. Rückenschmerzen bleiben mit 40,3 Prozent stark bestimmend. „Dazu verschärfen sich seelische Probleme im Alter noch, 19,9 Prozent der Seniorinnen leiden an depressiven Episoden“, verdeutlicht Sander.


Webcode dieser Seite: p015230 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 05.05.2020
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