Asthma: Husten und Atemnot bei über 630.000 im Land

Hannover, 10. März 2021 – Pfeifender Atem, Husten und Atemnot: Bei Asthma bronchiale sind die Atemwege kurzzeitig oder auch dauerhaft so verengt, dass man schlecht Luft bekommt. „Jahr für Jahr leiden über acht Prozent der Niedersachsen an Asthma, das sind über 630.000 Menschen. In Bremen sind es über sieben Prozent, über 46.000 Betroffene. Wenn die chronische Krankheit nicht angemessen behandelt wird, kann es mit der Zeit dazu führen, dass die Lunge schlechter Sauerstoff aufnimmt und die körperliche Belastbarkeit nachlässt“, sagt Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Niedersachsen und Bremen. Die Beschwerden treten meist anfallsartig auf, häufig auch nachts. Dies sei einer der Gründe, warum sich manche Menschen mit dieser chronischen Erkrankung oft müde und abgeschlagen fühlen. Bei einem Asthma-Anfall kann sich eine zunächst nur leicht erschwerte Atmung bis zu ernsthafter Atemnot steigern 

Risikofaktor Rauchen

Asthma tritt in einigen Familien häufiger auf als in anderen, was auf ein gewisses familiäres Risiko schließen lässt. Weitere Risikofaktoren an Asthma zu erkranken, sind zum Beispiel andere allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Neurodermitis in der Familie oder beim Kind selbst sowie ein unterdurchschnittliches Geburtsgewicht. Jungen erkranken häufiger an Asthma als Mädchen. „Außerdem gibt es einen wichtigen Risikofaktor, der vermeidbar ist: das Rauchen der Eltern“, so Sander. Asthmatische Beschwerden treten auf, wenn zwei Dinge zusammenkommen: Bei Menschen mit Asthma neigt das Immunsystem dauerhaft zu einer übersteigerten Abwehrreaktion. Dieser Hang zum „Übereifer“ macht sich aber erst bemerkbar, wenn die Schleimhäute, die die Bronchien von innen auskleiden, Kontakt zu bestimmten Reizen haben. Diese werden als Auslöser (englisch: trigger) bezeichnet. 

Wie verändert sich der Alltag mit Asthma?

Wie die meisten chronischen Erkrankungen betrifft Asthma nicht nur ein einzelnes Organ – in diesem Fall die Lunge –, sondern den ganzen Menschen. Wer zum Beispiel nachts Asthma-Anfälle hat und dadurch schlecht schläft, ist tagsüber müde und unkonzentriert. Auch die körperliche Fitness kann leiden. „Oft dauert es eine Zeit, sich auf das Leben mit einer chronischen Erkrankung einzustellen. Das gilt manchmal auch für Angehörige“, so Sander. Ausreichende Informationen über Asthma können Kinder und Erwachsene im Umgang mit ihrer Erkrankung stärken und selbstständiger machen. Wer gut informiert ist, kommt oft besser mit kritischen Situationen wie einem akuten Asthma-Anfall zurecht. Notfälle und Klinikeinweisungen lassen sich dann oft vermeiden. Selbsthilfegruppen können beim Umgang mit der Erkrankung eine wichtige Unterstützung sein.  

Mehr Informationen zum Thema Asthma unter www.barmer.de/a004970


Webcode dieser Seite: p016585 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 10.03.2021
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