Rauschtrinken weiterhin bedenklich - Millionenkosten in Niedersachsen

Hannover, 8. Februar 2018 – Wegen einer akuten Alkoholvergiftung mussten im letzten Jahr 1.055 Barmer-Versicherte in Niedersachsen stationär behandelt werden, dabei entstanden Kosten von über 1,1 Millionen Euro. Rund 2,5 Tage verbrachte der durchschnittliche Patient damit im Krankenhaus. „Bedenklich bleibt weiterhin das Rauschtrinken von Jugendlichen. Immerhin war jeder siebte Betroffene noch nicht volljährig“, so Barmer Landesgeschäftsführerin Heike Sander zu einer Analyse ihrer Kasse. Bei den Nachbarn in Bremen kamen 46 stationäre Aufenthalte wegen Rauschtrinkens und Kosten von über 40.000 Euro für die Solidargemeinschaft zusammen. Wobei der Trend in beiden Bundesländern stabil zum Vorjahreszeitraum mit 1.100 Fällen in Niedersachsen und 50 Fällen in Bremen blieb. Allerdings dürften noch nicht alle Krankenhäuser ihre Abrechnung erstellt haben.

Alkohol und Arbeit –  ein wichtiges Thema für Arbeitgeber

Neben dem „Komasaufen“ von Jugendlichen, bereitet auch der Alkoholkonsum von Beschäftigten im mittleren Alter immer mehr Grund zur Sorge. Experten schätzen, dass mittlerweile jeder fünfte bis zehnte Mitarbeiter so viel Alkohol trinkt, dass die Qualität der Arbeit negativ beeinflusst wird. Mehr als ein Drittel der im letzten Jahr stationär behandelten Rauschtrinker waren im Alter zwischen 40 und 60 Jahren. „Insbesondere Führungskräfte mit Personalverantwortung sind in der Pflicht, sich auch konsequent mit gefährlichem oder riskantem Alkoholkonsum ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu befassen“, so Heike Sander. „Das kann im Rahmen des Arbeitsschutzes, der Suchtprävention oder der betrieblichen Gesundheitsförderung geschehen.“

Mehr Informationen unter www.barmer.de/s000169 und www.sucht-am-arbeitsplatz.de

Webcode dieser Seite: p008960 Autor: Barmer Erstellt am: 08.02.2018 Letzte Aktualisierung am: 08.02.2018
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