Weniger Frauen im Nordosten bei der Mammographie

Der Anteil an Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren, die in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern an einem Mammographie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs teilgenommen haben, ist erheblich gesunken. Während Anfang 2019 noch knapp 60 Prozent der zum Screening eingeladenen Frauen ihren Untersuchungstermin wahrgenommen haben, waren es ab April 2020 nur noch um die 40 Prozent. 

Das geht aus einer Statistik der Zentralen Stelle für Mammographie-Screening beim MDK M-V hervor. „Grund für die geringe Teilnehmerquote ist die Corona-Pandemie. Einige der Frauen haben aus Angst vor einer Infektion den Termin abgesagt. An zwei Standorten waren die Screenings auch zeitweise ausgesetzt“, erklärt Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der BARMER in Mecklenburg-Vorpommern. Anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober weist er daraufhin, wie wichtig die Vorsorge sei. Denn durch Früherkennung erhöhe sich die Chance, im Fall einer Erkrankung, den Brustkrebs zu besiegen. Es sei deshalb ratsam, abgesagte bzw. verschobene Termine so bald wie möglich nachzuholen, so Kutzbach. In den auf Mammographie spezialisierten Untersuchungszentren würden Ärztinnen und Ärzte die Maßnahmen zum Infektionsschutz sicherstellen.

Krebsvorsorge gewinnt an Bedeutsamkeit

Es gibt auch gute Nachrichten hinsichtlich der Krebsvorsorge im Land: So melden sich vermehrt Frauen von sich aus für das regelmäßige Mammographie-Screening. Die Zahl derjenigen, die die Vorsorgeuntersuchung selbst initiiert haben, ist vom ersten Quartal 2019 zum ersten Quartal 2020 um über 80 Prozent angestiegen. „Diese Entwicklung sehen wir als sehr positiv. Anscheinend hat sich das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Frühuntersuchung im Land verstärkt“, sagt Kutzbach. Da das Brustkrebsrisiko mit zunehmenden Alter steige, hätten gesetzlich versicherte Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammographie in einem spezialisierten Untersuchungszentrum.

Früherkennung regelmäßig wahrnehmen

Anders als andere Krankheiten mache sich Brustkrebs nicht durch Schmerzen bemerkbar. Stattdessen können Veränderungen an Brust und Brustwarze sowie Verhärtungen im Brustgewebe und an den Lymphdrüsen im Achselbereich auf eine Erkrankung hindeuten. Deshalb sei es immens wichtig, dass auch jüngere Frauen einmal im Monat ihre Brust selbst abtasten und regelmäßig zur Früherkennung gehen. Eine ausführliche Anleitung zur Selbstuntersuchung findet sich im Video aus dem Brustzentrum Paracelsus-Klinik Mark

Die BARMER fördert die Früherkennung zur Krebsvorsorge und trägt bei Frauen und Männern die Untersuchungskosten. 

Webcode dieser Seite: p016011 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 06.10.2020
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