Weniger Frauen im Nordosten bei der Mammographie

Schwerin, 16. Oktober 2020 – Der Anteil an Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren, die in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern an einem Mammographie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs teilgenommen haben, ist erheblich gesunken. Während im Jahr 2019 noch knapp 60 Prozent der zum Screening eingeladenen Frauen ihren Untersuchungstermin wahrgenommen haben, waren es ab April 2020 nur noch um die 40 Prozent.

Das geht aus einer Statistik der Zentralen Stelle für Mammographie-Screening beim MDK M-V hervor. „Vorsorge ist immens wichtig. Denn Früherkennung erhöht die Chance, im Fall einer Erkrankung, den Brustkrebs zu besiegen“, sagt Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der BARMER in Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober. 

Der Grund für die gesunkene Teilnehmerquote sei vermutlich die Corona-Pandemie. „Möglicherweise haben Frauen vermehrt aus Angst vor einer Infektion ihren Termin abgesagt. An zwei Standorten waren die Mammographie-Untersuchungen auch zeitweise ausgesetzt“, erklärt Henning Kutzbach. Wer aktuell eine Einladung zum Screening erhalte, brauche sich jedoch keine Sorgen zu machen. „In den auf Mammographie spezialisierten Untersuchungszentren stellen Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal sicher, dass die Maßnahmen zum Infektionsschutz eingehalten werden“, so Kutzbach. Möchte eine Frau derzeit dennoch nicht zum Arzt, rät er, den Screening-Termin zu verschieben. Dazu sollten sich Betroffene bei der Zentralen Stelle für Mammographie-Screening melden.

Früherkennungsuntersuchungen regelmäßig wahrnehmen

Anders als andere Krankheiten mache sich Brustkrebs nicht durch Schmerzen bemerkbar. Stattdessen können Veränderungen an Brust und Brustwarze sowie Verhärtungen im Brustgewebe und an den Lymphdrüsen im Achselbereich auf eine Erkrankung hindeuten. Deshalb sei es immens wichtig, dass auch jüngere Frauen einmal im Monat ihre Brust selbst abtasten und regelmäßig zur Vorsorge beim Gynäkologen gehen. Da das Brustkrebsrisiko mit zunehmenden Alter steige, hätten gesetzlich versicherte Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammographie. Die BARMER fördert die Früherkennung zur Krebsvorsorge und trägt bei Frauen und Männern die Untersuchungskosten.

Eine ausführliche Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust findet sich im Video aus dem Brustzentrum Paracelsus-Klinik Mark

Webcode dieser Seite: p016044 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 15.10.2020
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