Die „Dritten“ werden günstiger

Schwerin, 23. September 2020 – Gute Nachrichten für alle, die einen Zahnersatz benötigen: Ab 1. Oktober 2020 bekommen gesetzlich Versicherte zehn Prozent mehr Festzuschuss zu ihrem notwendigen Zahnersatz. Damit steigt der Anteil der Kostenübernahme von bisher 50 auf 60 Prozent.

„Der erhöhte Zuschuss wird die Versicherten spürbar entlasten. Wer über einen Zeitraum von zehn Jahren jährlich eine zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung durchführen ließ, erhöht seinen Zuschuss sogar auf 75 Prozent“, sagt Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der BARMER in Mecklenburg-Vorpommern. Anlässlich des Tags der Zahngesundheit am Freitag (25. September) erinnere er daran, wie wichtig die regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt sei.

Ausgaben für Zahnersatz unter Bundesdurchschnitt

Insgesamt haben 7,1 Prozent der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2018 einen Zahnersatz anfertigen lassen. Das geht aus dem aktuellen BARMER Zahnreport hervor. Nur die Thüringerinnen und Thüringer haben mit 7 Prozent etwas weniger Zahnersatz in Anspruch genommen. Die höchsten Werte gab es in Berlin (8,7 Prozent) und Hamburg (8,9 Prozent). Die Kosten für die Inanspruchnahme lagen in Mecklenburg-Vorpommern mit im Schnitt 1.302 Euro deutlich unter den bundesdurchschnittlichen Kosten von 1.518 Euro. Der Kassenanteil lag pro Versorgung bei rund 667 Euro. Die Versicherten selbst mussten im Schnitt 635 Euro und damit etwas weniger als die Hälfte zu ihrem Zahnersatz zuzahlen. Im Bundesvergleich lagen die Eigenanteile zum Teil deutlich höher, am höchsten in Bayern und Baden-Württemberg mit über 1.000 Euro.

Mecklenburger gehen oft zum Zahnarzt

Knapp drei Viertel (74,5 Prozent) der Mecklenburgerinnen und Mecklenburger haben im Jahr 2018 einen Zahnarzt aufgesucht. Damit waren die Menschen im Nordosten, ebenso wie in allen ostdeutschen Flächenländern, überdurchschnittlich oft beim Zahnarzt. Jedoch nahm nur rund ein Drittel (34,1 Prozent) der Kinder bis 6 Jahren hierzulande eine zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung wahr. Kutzbach: „Dieser Wert muss dringend verbessert werden. Nur bei regelmäßiger Vorsorge können Erkrankungen wie Karies, Kreidezähne und andere frühzeitig erkannt und behandelt werden.“

BARMER Versicherte können sich mit der BARMER-App leicht an Vorsorgetermine beim Zahnarzt erinnern lassen. Außerdem gibt es in der App auch ein digitales Zahnbonusheft. Das Abstempeln des Bonusheftes in der Zahnarztpraxis kann damit entfallen.

Webcode dieser Seite: p015977 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 23.09.2020
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