Digitale Lösungen für Versicherte aber auch für Vertragspartner

Digitale Anwendungen werden in Zukunft eine größere Rolle in der Gesundheitsversorgung spielen. In mehreren Gesetzgebungsverfahren wurde die Digitalisierung des Gesundheitswesens und der Medizinversorgung gestärkt. Aber diese Entwicklung ist kein Einschnitt, der mit Inkrafttreten alles auf den Kopf stellt. Viele Angebote zur digitalen Gesundheitsversorgung bietet die Barmer ihren Versicherten aber auch ihren Partnern im Gesundheitswesen bereits jetzt an. Diese Anwendungen bieten echte Mehrwerte bei der Gesundheitsvorsorge, erleichtern die Kommunikation mit der Barmer und schaffen Transparenz. Den Versicherten helfen sie mit ihren Versorgungsdaten in digitalen Anwendungen souverän und selbstbestimmt umzugehen. Für Leistungserbringer bedeuten digitale Lösungen eine schnellere Abwicklung und vor allem weniger Bürokratie.

Guter Überblick mit dem Gesundheitsmanager

Mit der Barmer-App können Versicherte vieles von unterwegs oder vom Sofa aus erledigen. Diese digitale Anwendung kann auf die Abrechnungsdaten einer versicherten Person zugreifen. Hierfür muss natürlich eine Zustimmung erfolgen. Der Gesundheitsmanager ist ein Bestandteil dieser App und bietet für die ganze Familie einen Überblick zu allen anstehenden Vorsorgeuntersuchungen und enthält natürlich auch eine Erinnerungsfunktion. Gleiches leistet diese Anwendung für die Planung von Impfungen. Außerdem können Versicherte direkt im Gesundheitsmanager ihr Zahnbonusheft pflegen. Der Gesundheitsmanager wurde im Juni 2019 eingeführt. Bereits jetzt nutzen mehr als 29.000 Barmer Kunden in Hessen diese Anwendung.

Neues Online-Verfahren für Pflegedienste

Verordnet ein Arzt häusliche Krankenpflege (HKP), dann kann der damit beauftragte Pflegedienst diese Verordnung digital bei der Barmer einreichen. „Mit unserem Online-Verfahren reduzieren wir den Arbeitsaufwand für die Pflegedienste. Weniger Bürokratie bedeutet mehr Zeit für das Kerngeschäft. Außerdem beschleunigen wir damit den Genehmigungsprozess. Der Pflegedienst erhält von uns innerhalb von 48 Stunden eine Rückmeldung“, erklärt Landesgeschäftsführer Martin Till die Vorzüge des neue Verfahrens. Bisher sieht das Verfahren so aus: In der Regel holen die Pflegedienste die HKP-Verordnung beim Arzt ab und reichen diese per Post bei der Krankenkasse ein. Dort erfolgt die Bearbeitung, die Genehmigung stellt die Kasse ebenfalls postalisch zu. Ein Prozess, der mehrere Tage dauern kann. Zudem muss der HKP-Antrag innerhalb von drei Tagen bei der Krankenkasse vorliegen. Durch die Digitalisierung ist es für die Pflegedienste einfacher, diese Frist einzuhalten. Der Tag der digitalen Übermittlung gilt als Eingangstag bei der Kasse. Ein weiterer Vorteil: Bisher muss der Pflegedienst die genehmigte Verordnung bei der Abrechnung mit der Krankenkasse erneut einreichen. Auch das entfällt bei dem digitalen Prozess. Theoretisch können alle ambulanten Pflegedienste an dem Online-Verfahren der Barmer teilnehmen. Voraussetzung ist die Nutzung einer Branchensoftware, die einen sicheren Datenaustausch mit der Plattform „oscare“ ermöglicht. Ob eine Software diese Anforderungen erfüllt, können die Pflegedienste bei ihrem jeweiligen Berufsverband erfahren. Alternativ kommt auch die Nutzung eines datensicheren Web-Portals infrage.

Webcode dieser Seite: p015359 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 27.05.2020
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