Die häufigste neurologische Erkrankung

Frankfurt (22.07.2016) Jeder 14. Hesse klagt über Migräne und Kopfschmerzen. Vor allem Frauen sind davon betroffen und fühlen sich in ihrer Lebensqualität oft stark beeinträchtigt.

Kopfschmerzen und Migräne zählen insgesamt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. So waren im Jahr 2014 in Hessen allein bei der Barmer GEK über 44.000 Versicherte deswegen bei ihrem Arzt in Behandlung. Nach einer repräsentativen Auswertung der Versichertendaten entspricht dies über 7 Prozent der Versicherten. Betroffenen sind mit 80 Prozent überwiegend Frauen.

"Aktion Mütze" - Kopfschmerzprävention an Schulen

Migräne beginnt bei Frauen oft kurz nach der Pubertät, bei Männern meist später. Aber auch Kinder und Jugendliche klagen immer häufiger über Kopfschmerzen. Die Barmer GEK unterstützt deshalb die "Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen", ein bundesweites Präventionsprogramm für Schulen. Durch Aufklärung und eine gesundheitsfördernde Gestaltung des Alltags sollen Kopfschmerzen bei Heranwachsenden vermieden werden. Interessierte Schulen können für die Klassen der 7. Jahrgangsstufe Unterrichtsmaterial kostenfrei anfordern. Mehr Informationen unter www.barmer-gek.de/s000068. Das Projekt wird von der Schmerzklinik Kiel wissenschaftlich begleitet.

Migräne oder Kopfschmerzen?

Eine Migräne ist nicht mit "normalen" Kopfschmerzen zu vergleichen. Oftmals kündigt sich eine Migräne bereits mehrere Stunden vorher an. Mögliche Symptome sind: Sehstörungen, Sprachstörungen, Gleichgewichtsstörungen und Übelkeit. Die schließlich eintretenden Kopfschmerzen sind sehr heftig, pochend und langhaltend. Bei Migräne verstärkt sich der Kopfschmerz, wenn man sich körperlich betätigt – das ist bei Spannungskopfschmerzen in der Regel nicht der Fall. Weitere Anzeichen einer Migräne sind Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit. Diese Phase kann 4 bis 72 Stunden dauern. Ein ruhiger, abgedunkelter Raum kann die Symptome bessern. Mediziner vermuten als Ursache der Migräne eine Entzündung von Blutgefäßen. Die Veranlagung zur Migräne wird wahrscheinlich vererbt.

Kann/soll man Kopfschmerzen selbst behandeln?

Vor einer häufigen Anwendung von Schmerzmitteln wird ausdrücklich wegen möglicher Nebenwirkungen und Langzeitschäden gewarnt. Ein Gespräch mit dem Hausarzt liefert wichtige Tipps, was zu tun ist. Er kann auch Arzneimittel nennen, die sich zur Selbstmedikation eignen.



Kontakt für die Presse

Brigitte Schlöter
Landesgeschäftsstelle Hessen
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Webcode dieser Seite: p006065 Autor: Barmer Erstellt am: 21.07.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.12.2016
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