Hessen: Rund 70 Prozent gehen einmal im Jahr zum Zahnarzt

Frankfurt, 16. Juni 2017 - 69,2 Prozent der Hessen gehen mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt. Das geht aus dem aktuellen Zahnreport der Barmer hervor. Die Inanspruchnahme liegt damit 2,5 Prozentpunkte unter dem bundesweiten Schnitt (71,7 Prozent). Schlusslicht sind die Saarländer mit einer Inanspruchnahme von nur 65,1 Prozent. Die vorderen Plätze belegen durchweg die östlichen Bundesländer - die Nase vorn haben die Thüringer mit 77,9 Prozent.

„Regelmäßige Kontrolle und Vorsorge ist die beste Grundlage für eine gute Zahngesundheit. Da können wir in Hessen noch besser werden “, meint Norbert Sudhoff, Landesgeschäftsführer der Barmer in Hessen. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen jedes halbe Jahr eine allgemeine Kontrolluntersu­chung beim Zahnarzt und einmal im Jahr die Entfernung des Zahnsteines. Alle zwei Jahre haben Versicherte Anspruch auf eine Parodontitis-Untersuchung. 26,2 Prozent nahmen diese diagnostische Leistung im Jahr 2015 auch in Anspruch. Bei jedem 15. Patienten war nach der Statusbestimmung eine anschließende Parodontitisbehandlung erforderlich.

Vorsorge für Kinder und Jugendliche

Interessant ist der Blick in einige Teilleistungen. Die zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung (FU) wendet sich an Kinder zwischen dem 30. und 72. Lebensmonat. Ziel ist die frühzeitige Erkennung von Erkrankungen und Entwicklungsstörungen im Zahn,- Mund- und Kieferbereich. In Hessen wurde diese Leistung von 35 Prozent der Berechtigten in Anspruch genommen. „Erfreulicherweise können wir einen leichten aber konstanten Anstieg seit 2010 (32,2 Prozent) verzeichnen. Auch ein Verdienst der 21 hessischen Arbeitskreise Zahngesundheit, die eine erfolgreiche Arbeit leisten“, resümiert Sudhoff. Trotzdem geht es noch besser. Zum Vergleich: In Bayern wird die FU von über 41 Prozent der Versicherten in Anspruch genommen.

Kinder im Alter zwischen 6 und 17 Jahren haben Anspruch auf Leistungen der sogenannten zahnmedizinischen Individualprophylaxe (IP-Leistungen). Diese werden von 61,5 Prozent der hessischen Kinder und Jugendlichen in Anspruch genommen.

Zahnarztmuffel in Offenbach – hohe Inanspruchnahme in Fulda

Regional ist die zahnärztliche Inanspruchnahme in Hessen sehr unterschiedlich. In Fulda nahmen 74 Prozent (2014: 73,5 Prozent) mindestens eine zahnärztliche Leistung in Anspruch. In Offenbach waren es dagegen nur 63 Prozent (2014: 62,8 Prozent). Insgesamt wurde in Hessen durchschnittlich für jeden Versicherten 173,11 Euro (Bund: 185,34 Euro) für vertragszahnärztliche Leistungen ausgegeben. Das sind im Vergleich zum Jahr 2014 rund 23 Euro mehr.

Webcode dieser Seite: p007820 Autor: Barmer Erstellt am: 16.06.2017 Letzte Aktualisierung am: 16.06.2017
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