Knapp 40 Prozent der hessischen Frauen nutzten die Früherkennungsuntersuchungen im Rahmen der Krebsvorsorge

Frankfurt, 1. Oktober 2019 – Früherkennung erhöht die Chancen, Brustkrebs zu besiegen. Darauf weist die Barmer mit Blick auf den Brustkrebsmonat Oktober hin. Rund 75.000 Frauen erhalten pro Jahr laut Deutscher Krebsgesellschaft die Diagnose Brustkrebs. Etwa 17.000 Patientinnen sterben an den Folgen, auch weil der Krebs manchmal zu spät erkannt wurde. 1985 initiierte die Amerikanische Krebsgesellschaft (American Cancer Society) den ersten Brustkrebsmonat. Auch wenn es seit Gründung der Initiative große Fortschritte in der Diagnose und bei der Therapie gibt, eines hat sich bis heute nicht geändert: Entscheidend ist die Früherkennung.

„Im Jahr 2017 haben nur 39,6 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen und 11 Prozent der Männer in Hessen die entsprechenden Untersuchungen genutzt,“ sagt Norbert Sudhoff, Landesgeschäftsführer der Barmer Hessen. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben zusätzlich die Möglichkeit, alle zwei Jahre eine Mammographie in einem spezialisierten Untersuchungszentrum durchführen zu lassen. Ein Mammografie-Screening wurde innerhalb des Jahres 2017 bei etwa einem Viertel der Frauen abgerechnet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Untersuchungsrate geringfügig gesunken. Berücksichtigt man, dass die Untersuchung in zweijährigen Abständen durchgeführt werden soll, wäre nach den aktuell vorliegenden Ergebnissen mit einer Beteiligungsrate am Mammografie-Screening von etwa 50 Prozent auszugehen.

Bei Diagnose Brustkrebs schnell handeln

„Auch wer Vorsorgemaßnahmen trifft, hat keine Garantie auf ein Leben ohne Brustkrebs“, betont Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer. Werde eine Krebserkrankung diagnostiziert, sei schnelles Handeln gefragt. Patientinnen bekämen ein spezialisiertes Brustzentrum empfohlen, wo gemeinsam über Behandlungsoptionen beraten und entschieden werde. Unabhängig von der Therapieform sei stets eine intensive Nachsorge wichtig. Hier biete die Barmer betroffenen Versicherten die Teilnahme an einem sogenannten Disease-Management-Programm (DMP) an, wodurch sie aktiv in die Behandlung eingebunden werden.

Grafik zum Bundesländervergleich zur Krebsfrüherkennung

 

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Webcode dieser Seite: p012268 Autor: BarmerLetzte Aktualisierung am: 02.10.2019
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