Neue App für Geschwisterkinder von Frühgeborenen

Frankfurt, 4. Oktober 2017 – Barbara Mitschdörfer, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e. V. stellte im Beisein von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek, Botschafter des Bundesverbandes und selbst betroffener Frühchenvater, die neue App „Hallo Frühchen - Frühgeburt kindgerecht erklärt“ vor. Sie wurde im Auftrag des Bundesverbandes von der Agentur für junge Medien KIDS interactive aus Erfurt entwickelt, richtet sich an Geschwister von frühgeborenen Babys und wurde als von der Barmer als Projekt der Selbsthilfeförderung unterstützt.

Kindgerecht, interaktiv und kreativ

Die App wurde vorrangig für Kinder im Vorschulalter konzipiert. Sie informiert auf kindgerechte Weise anschaulich sowie erzählerisch über das Thema Frühgeburt. Damit trägt sie dazu bei, dass Geschwister von Frühgeborenen, aber auch ehemals zu früh geborene Kinder selbst, ein Verständnis für die erlebte besondere Anfangssituation durch ihre vorzeitige Geburt entwickeln können.

Stellvertretend für das eigene Erleben der Kinder wird die Geschichte von Kindergartenkind Amelie erzählt. Auch ihr kleiner Bruder kommt früher als geplant zur Welt. Begleitet wird sie durch die anfangs turbulente Zeit von ihrem Stofftiger Tassilo. Die Eltern können entscheiden, ob ein Sprecher die Geschichte erzählen soll. Alternativ kann die Geschichte auch von den Eltern oder anderen Bezugspersonen vorgelesen werden. In einem speziell animierten Wissens-Bereich, der von Stofftiger Tassilo moderiert wird, kann im Anschluss an die Geschichte noch vertiefend auf potenzielle Fragen der Kinder eingegangen werden.

Darüber hinaus regt ein gesonderter Aktionsbereich mit Anleitungen zur Umsetzung kreativer Bastelideen für das neue Geschwisterchen an. Ein virtuelles Fotoalbum ermöglicht es den Geschwistern zudem, die Anfangszeit durch Unterstützung der Eltern mit entsprechenden Bildern zu dokumentieren. So entsteht ein schönes Erinnerungsstück für die gesamte Familie, das es später auch den ehemals zu früh geborenen Kindern ermöglicht, ihren vorzeitigen Start ins Leben zu begreifen. Hilfreiche Linktipps rund um das Thema Geschwister von risikogeborenen oder kranken Kindern runden das Angebot ab.

Selbst betroffener Frühchenvater: Sebastian Fitzek

Als Vater von drei Kindern im Vorschulter, das jüngste ebenfalls zu früh geboren, kennt Thrillerautor Sebastian Fitzek die Herausforderungen für Eltern, die all ihren Kindern in dieser sorgenvollen Anfangszeit gleichermaßen gerecht werden wollen, nur zu gut. Auch für die beiden älteren Geschwister des Fitzek-Frühchens waren die ersten Lebensmonate nach der Frühgeburt eine turbulente Zeit, in der Sorgen und Ängste um das gesunde Überleben des Allerjüngsten den Alltag der Familie dominierten.

Entwickelt wurde die App von KIDS interactive - der Agentur für junge Medien mit Sitz im Erfurter Kindermedienzentrum, die jüngst die Auszeichnung „Innovator des Jahres 2017“ erhielt. Auch Geschäftsführer Daniel Brochwitz ist betroffener Frühchenvater und weiß um die besonderen Herausforderungen für betroffene Familien: „Ich freue mich, dass wir mit unserer Expertise in diesem medialen Bereich aktiv dazu beitragen können, den Geschwistern von zu früh geborenen Babys das oftmals verunsichernde und turbulente Anfangsgeschehen mit unserer interaktiven Geschichte etwas zu erleichtern.“

Für Frank Mayer, Regionalgeschäftsführer der BARMER Frankfurt, sind Selbsthilfeorganisationen nicht mehr aus der Gesundheitsversorgung wegzudenken: „Mit der ‚Frühchen-App‘ fördern wir die technische Umsetzung eines modernen Angebotes für junge Familien in einer Ausnahmesituation.“

Die App "Hallo Frühchen" steht zum kostenlosen Download für die Betriebssysteme IOS, Android und Windows zur Verfügung.

Gruppenbild

Stellten in Frankfurt die neue App vor (v.ln.r.): Frank Mayer, Barbara Mitschendörfer, Sebastian Fitzek und Teresa Strebel. Foto: Barmer

Webcode dieser Seite: p008375 Autor: Barmer Erstellt am: 02.10.2017 Letzte Aktualisierung am: 04.10.2017
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