Barmer-Studie: Diese Branchen sind in Hessen am stärksten von Corona betroffen

Frankfurt, 23. Februar 2021 – Beschäftigte in Sozialberufen sind in Hessen am stärksten vom Coronavirus betroffen. Dies geht aus einer aktuellen Analyse der Barmer hervor. So waren im vierten Quartal des vergangenen Jahres 8,8 von 1.000 bei der Barmer versicherten Erwerbstätigen aus der Branche „Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege“ wegen einer Covid-19-Infektion krankgeschrieben. Im Bereich „Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe“ weist die Statistik einen Wert von 8,2 aus. Knapp dahinter folgen Beschäftigte in der Altenpflege mit einem Wert von 7,2 je 1.000 Versicherte. „Corona grassiert vor allem in Sozialberufen. Wir appellieren deshalb insbesondere an die Beschäftigten aus diesen Branchen, Impfangebote konsequent anzunehmen, sobald sie an der Reihe sind und der Impfstoff verfügbar ist“, sagt Martin Till, Landesgeschäftsführer der Barmer in Hessen.

Unterschiede bei der Dauer der Covid-19-Erkrankungen

Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen gibt es auch bei der Dauer der Erkrankungen. Mit einer durchschnittlichen Fehlzeit von 17,1 Tagen waren Reinigungskräfte in Hessen am längsten wegen einer Covid-19-Infektion krankgeschrieben. Sie liegen damit 2 Tage über dem bundesdeutschen Durchschnitt der Berufsgruppe. Beschäftigte aus der Branche „Fahrzeugführung im Straßenverkehr“ liegen in Hessen mit 16,2 Tagen (Bund: 17,8) auf dem zweiten Platz. Ebenfalls von relativ langen Krankschreibungen aufgrund einer Covid-19-Erkrankung betroffen, sind Hessens Altenpflegekräfte. Mit durchschnittlich 15,4 Covid-19-bedingten Fehltagen waren sie 0,5 Tage länger Arbeitsunfähig als der bundesdurchschnitt der Altenpflegerinnen und Altenpfleger. Die geringsten Fehlzeiten hatten Covid-19-erkrankte Beschäftigte im bundesweiten Vergleich in Werbung und Marketing mit 12,7 Tagen sowie in Arztpraxen mit 12,1 Tagen. „Die Beschäftigten sind tendenziell in den Branchen länger wegen Covid-19 krankgeschrieben, in denen Homeoffice kaum oder gar nicht möglich ist“, erklärt Barmer-Landeschef Martin Till. Bemerkenswert gering sei die durchschnittliche Krankheitsdauer in Arztpraxen. Eine mögliche Ursache könne darin liegen, dass die Beschäftigten im Kampf gegen das Coronavirus an vorderster Front stünden und die verbliebenen Kolleginnen und Kollegen schnellstmöglich wieder unterstützen wollten.

 

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Carlo Thielmann
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Webcode dieser Seite: p016524 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 23.02.2021
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