Psychologische Unterstützung mit „CatchUp“

Die Barmer hat in ihrem Arztreport 2018 mit dem Schwerpunkt „Psychische Störungen bei jungen Erwachsenen“ festgestellt, dass junge Menschen in Großstädten zahlreich von psychischen Erkrankungen betroffen sind. So ist in Hamburg der Anteil junger Erwachsener im Alter von 18 bis 25 Jahren mit der Diagnose Depression innerhalb von zehn Jahren um 75 Prozent gestiegen: von 5,53 Prozent im Jahr 2006 auf 9,61 Prozent im Jahr 2016. Zum Vergleich: Bundesweit stieg der Anteil im gleichen Zeitraum um lediglich 66,5 Prozent.

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Die Stadt Hamburg, insbesondere die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI), hat darauf reagiert und finanzielle Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) für das Projekt „CatchUp – psychologische Unterstützung“ zur Verfügung gestellt. „CatchUp“ bietet psychologische Hilfen für nicht schulpflichtige junge Erwachsene (18 – 25 Jahren) an, die im Regelsystem der Jugendberufsagentur angebunden sind und durch psychische Auffälligkeiten Integrationshemmnisse im Übergang zwischen Schule und Beruf oder Studium aufzeigen. Dabei können sowohl die Fachkräfte der Hamburger Jugendberufsagentur wie auch die Hamburger Trägerlandschaft das Angebot von „CatchUp“ für deren Schützlinge anfragen. Anhand systemischer Kurzzeitberatung wird im Rahmen des Projektes die Notwendigkeit einer Therapie überprüft. Hinsichtlich der Suche nach geeigneten Therapiemethoden sowie Therapieplätzen werden die Ratsuchenden beraten und bis zum Therapiestart psychologisch begleitet (Brückenfunktion).

Chancen nutzen

Im Projekt lernen die jungen Erwachsenen Strategien zur Problemlösung anzuwenden und dadurch ihre Chancen auf eine erfolgreiche Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erhöhen. „CatchUp“ übernimmt die jungen Menschen nicht dauerhaft in ein eigenes Angebot, sondern flankiert mit seinem Beratungs- und Unterstützungsangebot bestehende Beratungs-, Vermittlungs-, Arbeits- und Qualifizierungsmaßnahmen, in denen sich die jungen Erwachsenen befinden. Die Inanspruchnahme des Hilfeangebots bei „CatchUp“ ist freiwillig.

Weitere Informationen zum Projekt:

„CatchUp“ wurde konzipiert von Katarina Kalbouni (Diplompsychologin), die auch die Koordination übernimmt. Angesiedelt ist das Projekt unter dem Träger GSM Training und Integration, die Projektleitung für Hamburg hat Stefan Dükomy (Diplomsozialpädagoge).
„CatchUp – psychologische Unterstützung“

GSM Training & Integration GmbH
Barmbeker Markt 38
22081 Hamburg
Telefon: 040 53 00 59 33
catchup@gsm-group.de

Logos der Unterstützer von CatchUp


Webcode dieser Seite: p012053 Autor: BarmerErstellt am: 26.08.2019 Letzte Aktualisierung am: 26.08.2019
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