Neues Portal für Daten, Statistiken und Analysen aus dem Gesundheitswesen

Die forschende Öffentlichkeit und alle Interessierte können nun aktuelle Grunddaten und Statistiken des Gesundheitswesens sowie Sonderauswertungen abrufen. Die Diagramme lassen sich je Fragestellung anpassen und anschließend downloaden.

Mit seinem interaktiven Datenportal stellt das BARMER Institut für Gesundheitssystemforschung (bifg) eine zentrale Anlaufstelle für eine Vielzahl an Analysen und Fragestellungen. Das Portal stellt gebräuchliche Grunddaten und Statistiken des Gesundheitswesens zur Verfügung und wird regelmäßig um aktuelle Auswertungen ergänzt.

Strukturdaten

Unter der Rubrik Strukturdaten finden sich Daten zur deutschen Bevölkerung, zu den Versicherten der GKV und PKV, zu Leistungserbringern sowie zu den Krankenkassen. Ein Diagramm visualisiert zum Beispiel einen Vergleich der Bevölkerungsveränderung (Geburten, Wanderungssaldo, Bevölkerung) zwischen Bundesländern, wie Baden-Württemberg und Berlin, wenn die entsprechenden Filter gesetzt werden. Unter der Grafik steht eine Kurzquelle und unter Erläuterungen und Hinweise eine ausführliche Quelle sowie ergänzende Hinweise. Das Diagramm kann als Grafik und als Datentabelle im Format CSV heruntergeladen werden. Der CSV-Download enthält alle Daten der aktuellen Auswahl mit Angaben zur Quelle und einem Link zur Grafik.

Finanzdaten

Finanzberichte der Krankenkassen nach §305 SGB V, Leistungsausgaben der Krankenkassen, Schätztableaus des GKV-Schätzerkreises sowie die Beitragseinahmen und Gesamtleistungen nach Leistungsart der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung finden sich unter der Rubrik Finanzdaten.

Sonderanalysen

Basierend auf Routinedaten der BARMER werden unter der Rubrik Sonderanalysen aktuelle Auswertungen vorgenommen. Beispielsweise kann hier nachvollzogen werden, wie viele Personen in den Jahren 2005 bis 2018 die Diagnose Schlafstörung erhielten. Gefiltert nach Bundesland und Altersgruppen lässt sich so entnehmen, dass in Hamburg vor allem 45- bis 64-Jährige von Schlafstörungen betroffen sind.

Diagramm Personen mit Schlafstörungen in Hamburg nach Altersgruppe im Jahr 2018


Medizinische Klassifikationen

Im Excel-Format lassen sich unter der Rubrik Klassifikationen verschiedene Kataloge herunterladen. ICD-10-GM ist die amtliche Klassifikation für Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung in Deutschland und dient der Verschlüsselung von Diagnosen zur Darstellung der Morbidität bzw. Mortalität. Der Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) ist die amtliche Klassifikation zum Verschlüsseln von Operationen, Prozeduren und allgemein medizinischen Maßnahmen. Der einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) ist das Vergütungssystem der vertragsärztlichen bzw. vertragspsychotherapeutischen Versorgung in Deutschland. Der Morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich ist der Mechanismus, mit dem die Versichertenbeiträge über den Gesundheitsfond an die Krankenkassen verteilt werden. Diagnosen (z. T. mit Arzneimitteln validiert) werden zu Morbiditätsgruppen zusammengefasst, welche zu Zuschlägen führen. In der Excel-Datei sind sowohl die Listen und Kodierregeln des BAS vorhanden, als auch spezielle Sichten, die die Zusammenhänge zwischen Diagnosen, Diagnosegruppen, Morbiditätsgruppen, Krankheiten und Hierarchien systematisch darstellen.

Das Barmer Institut für Gesundheitssystemforschung (bifg) ist das wissenschaftliche Institut der Barmer. Es versteht sich als Kompetenzzentrum für Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung und untersucht insbesondere Fragen der Gesundheitsversorgung, der Finanzierung und der Versicherungssysteme.

Ein ausführlicher Bericht über das Barmer Institut für Gesundheitssystemforschung folgt in der nächsten STANDORTinfo für Hamburg. Interessieren Sie sich für das Institut oder das Datenportal? Wenden Sie sich gern an unsere Ansprechpartnerin.

Ansprechpartnerin
Antonia Paul
Landespressesprecherin
Tel.: 0800 333 004 651 131
E-Mail: a.paul@barmer.de

Webcode dieser Seite: p015550 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 10.08.2020
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