Mehr Qualität und Transparenz in der Pflege

Als erstes Bundesland hat Hamburg Angehörige von Heimbewohnern nach der Qualität der Pflege und der Betreuung gefragt. An der Befragung haben 6.200 Angehörige von Pflegeheimbewohnerinnen und –bewohnern teilgenommen. Im Ergebnis stellen sie den Hamburger Pflegeheimen ein überwiegend gutes Zeugnis aus, immerhin würden zwei Drittel die jeweilige Einrichtung weiterempfehlen.

Verbesserungsmöglichkeiten

Es gibt aber durchaus Verbesserungsmöglichkeiten: Beispielsweise sind nur rund 37 Prozent der Befragten der Meinung, dass ihre zu pflegenden Angehörigen über eine feste Bezugspflegekraft in der Einrichtung verfügen, die deren Pflege kontinuierlich im Blick hat. Und immerhin 30 Prozent geben an, dass den Bewohnerinnen und Bewohnern, die dies gesundheitlich noch können, selten oder nie die Gelegenheit gegeben wird, an Veranstaltungen im Stadtteil teilzunehmen.

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks Laut Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks ist die Angehörigenbefragung ein wichtiger Schritt hin zu noch mehr Qualität und Transparenz in der Pflege. Es sind bereits weitere Befragungen geplant, in die auch die Beschäftigten von Pflegeheimen einbezogen werden sollen. Aus deren Einschätzungen und Erfahrungen wollen die Betreiber und die Wohn-Pflege-Aufsicht profitieren.

Auch die Barmer begrüßt regelmäßige Angehörigenbefragungen. Der Landes-geschäftsführer Frank Liedtke merkt an, dass neben allen positiven Effekten damit auch dem Thema gefährliche Pflege schneller entgegengewirkt werden kann.

Ergebnisse zeigen generelle Zufriedenheit

  • 78 Prozent halten den Umgang des Einrichtungspersonals mit den Bewohnerinnen und Bewohnern für immer oder meist wertschätzend;
  • 64 Prozent der Angehörigen haben eine feste Ansprechpartnerin bzw. einen festen Ansprechpartner in der Pflegeeinrichtung;
  • 73 Prozent schätzen die Kenntnis der Pflege- und Betreuungskräfte zum Gesundheitszustand der Bewohnerinnen und Bewohner als gut oder sehr gut ein;
  • Zwei Drittel sind der Auffassung, dass die Betreuungskräfte die Selbständigkeit erhalten oder fördern;
  • Ebenfalls zwei Drittel der Angehörigen würden die jeweilige Einrichtung weiter-empfehlen, elf Prozent würden dies nicht tun; 
  • 78 Prozent antworten, dass Arzt- und Therapeutenbesuche immer oder fast immer ermöglicht werden.
Webcode dieser Seite: p007604 Autor: Barmer Erstellt am: 28.04.2017 Letzte Aktualisierung am: 04.05.2017
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