Weltdiabetestag: Spezielles Programm bietet Hilfe bei Auto-Immunerkrankung Diabetes Typ I

Hamburg (11.11.2016) Zuckerkrank trotz Sport und gesunder Ernährung? Dann lautet die Diagnose meist Diabetes Typ I. In Hamburg leiden allein bei der Barmer GEK 1.750 Versicherte an der recht häufigen Auto-Immunerkrankung. Hochgerechnet auf Hamburg sind es etwa 16.000 Betroffene. „Die Diagnose Diabetes Typ I kommt für die Erkrankten oft wie ein Schicksalsschlag. Bei gesunden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen versagt völlig unerwartet die körpereigene Insulinproduktion. Sie müssen ein Leben lang Insulin zuführen“, sagt Frank Liedtke, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK in Hamburg. 

Versicherte mit Diabetes Typ 1 Versicherte mit Diabetes Typ 1 nach Alter in Hamburg bei der Barmer GEK

Anders als beim Typ II-Diabetes, der vor allem als Wohlstandsphänomen durch Übergewicht, falsche Ernährung und Bewegungsmangel begünstigt wird, handelt es sich beim Typ I um eine Fehlfunktion des eigenen Immunsystems, die unvermittelt in jedem Alter auftreten kann. So wird die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse plötzlich vom Abwehrsystem des eigenen Körpers angegriffen und zerstört.


Engmaschige Betreuung über DMP-Programm Diabetes Typ I

Etwa fünf Prozent aller Diabetiker leiden am Typ I. Nach einer Auswertung von Patientendaten der Barmer GEK sind Frauen und Männer in Hamburg gleichermaßen betroffen. Die Zahlen sind seit Jahren stabil. Die Ursachen der Erkrankung sind nicht vollständig geklärt. Man geht von einer erblichen Veranlagung aus. Auf Dauer ist auch Typ I-Diabetes mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck, Erblindung oder Nierenschäden verbunden. Deshalb empfiehlt die Barmer GEK die Teilnahme an einem sogenannten DMP-Programm für Diabetes. Für das kostenlose Behandlungs-Management müssen sich die Versicherten einmalig beim Arzt einschreiben. Die Teilnehmer werden geschult und engmaschig betreut.

Kinder sollten einen Notfallpass dabei haben

Diabetes war früher mit vielen Einschränkungen im Alltag verbunden. Spontan ein Stück Torte, langes Ausschlafen – das war nicht so einfach, denn der Insulinpegel im Blut muss stimmen, damit der Körper nicht über- oder unterzuckert. Inzwischen gibt es sehr gute kurz- und langfristig wirkende Insulin-präparate, die ein fast völlig normales Leben ermöglichen. Gerade bei Kindern empfiehlt es sich dennoch, einen Notfallpass mitzuführen, damit Rettungskräfte bei Komplikationen die richtigen Maßnahmen ergreifen können. Den Notfallpass kann jeder online kostenlos bei der Barmer GEK herunterladen: www.barmer-gek.de/127829 

Webcode dieser Seite: p006785 Autor: Barmer Erstellt am: 11.11.2016 Letzte Aktualisierung am: 22.12.2016
Nach oben