Zecken: FSME-Gefahr steigt - Infektionszunahme um 40 Prozent

Hamburg, 18. Mai 2018 – Mit Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) infizierte Zecken breiten sich aus. Deutschland gilt laut Robert-Koch-Institut (RKI) als Infektionsland. 2017 wurden hier insgesamt 505 FSME-Erkrankungen erfasst, im Vorjahr waren es lediglich 359. Das entsprach einer Zunahme von 40 Prozent. In Hamburg gab es im letzten Jahr lediglich eine dokumentierte FMSE Infektion. „Doch die Gefahr, in klassischen Urlaubsgebieten von Zecken infiziert zu werden, bleibt für die Hamburger bestehen“, warnt Frank Liedtke, Landesgeschäftsführer der Barmer in Hamburg. In Deutschland besteht vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen ein Risiko, durch Zeckenstiche mit dem FSME-Virus infiziert zu werden. Auch in typischen Urlaubsländern wie Österreich, Dänemark, Finnland, Schweden und Norditalien besteht ein hohes FSME-Risiko.

Urlaubsplanung - Jetzt an den nötigen Impfschutz denken

FSME kann in schweren Fällen zu dauerhaften Lähmungen, zur Entzündung des Gehirns und der Schädigung des Rückenmarks bis hin zum Tode führen. Wer sich der Gefahr einer Hirnhautentzündung nicht aussetzen will, benötigt in der Regel drei Impfungen, um den vollen Impfschutz zu erreichen. Ein bis drei Monate nach der ersten Impfung findet eine zweite statt, bis zu zwölf Monate später erfolgt eine dritte. Der Impfschutz hält dann mindestens drei Jahre und führt bei 99 Prozent der Geimpften zu einem vollständigen Schutz. „Eltern sollten sich und ihre Kinder gegen FSME impfen lassen, wenn sie in einem Risikogebiet Urlaub machen wollen. Wer sich nicht ganz sicher ist, ob die FSME-Impfung tatsächlich erforderlich ist, sollte im konkreten Fall mit dem Haus- oder Kinder- und Jugendarzt sprechen“, rät Liedtke.

So schützt man sich gegen Zeckenstiche

Schützen kann man sich mit langer Kleidung und festem Schuhwerk. „Nach Aktivitäten im Freien sollte man den Körper gründlich nach Zecken absuchen, vor allem weiche und warme Stellen wie Achselhöhlen, Kniekehlen oder Leiste“, betont Frank Liedtke.

Weitere Informationen unter: www.barmer.de/a000049.

Webcode dieser Seite: p009501 Autor: Barmer Erstellt am: 18.05.2018 Letzte Aktualisierung am: 18.05.2018
Nach oben