Kindernotfall-App kann Kindern und Jugendlichen das Leben retten

Hamburg, 8. Juni 2018 – In Hamburg sind im vergangenen Jahr 572 Kinder unter 14 Jahren im Straßenverkehr verunglückt, zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auf diese aktuellen Zahlen der Hamburger Verkehrsunfallstatistik verweist die Barmer anlässlich des Kindersicherheitstages am kommenden Sonntag. „Wenn Kinder und Jugendliche einen Unfall erleiden, sollte man bei den Erste-Hilfe-Maßnahmen einige Besonderheiten berücksichtigen. Deshalb hat die Barmer gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe eine Kindernotfall-App mit den wichtigsten Hinweisen für Ersthelfer entwickelt. So muss niemand Angst haben, etwas falsch zu machen, und kann ohne Furcht helfen“, sagt Frank Liedtke, Landesgeschäftsführer der Barmer in Hamburg.

Die App hilft, Symptome zu erkennen, gibt Anleitung für Erste-Hilfe-Maßnahmen und sucht die nächste Kinderarztpraxis oder Kindernotfallambulanz. „Jeder, der Kinder hat oder beruflich, privat oder ehrenamtlich mit Kindern zusammen ist, sollte sich die kostenlose App herunterladen“, so Liedtke. Die App ist sowohl für iOS- als auch für Android-Geräte verfügbar.

Gemeinsame Entwicklung von Barmer und Johanniter-Unfall-Hilfe

So erhalten die Helfer zum Beispiel Anleitung, wie man einen Druckverband anlegt oder das verunglückte Kind in die Stabile Seitenlage versetzt. Darüber hinaus enthält die App Hinweise zu den richtigen Maßnahmen im Falle von plötzlich auftretenden Bauch-, Kopf- oder Brustschmerzen bei Kindern. Besonders hilfreich sind außerdem die Hinweise zur nächst gelegenen Notaufnahme, Apotheke oder zum Kinderarzt, die die App mit einer Standortbestimmung des Smartphones angibt.

Die Kindernotfall-App könne weder einen Arztbesuch ersetzen, noch mache sie einen Erste-Hilfe-Kurs überflüssig, betont Liedtke. Um in der Situation eines Notfalles, sei es im Sport, Haushalt oder im Straßenverkehr, Gewissheit zu haben, das Richtige zu tun, biete die App konkrete, qualitätsgesicherte Ratschläge und Handlungsempfehlungen.

Mit Checklisten der App können Eltern zudem dafür sorgen, dass Kinder zu Hause oder im Garten vor Unfällen und Vergiftungen ein Stück weit geschützt sind. Mehr unter www.barmer.de/g100453.

Webcode dieser Seite: p009627 Autor: Barmer Erstellt am: 08.06.2018 Letzte Aktualisierung am: 08.06.2018
Nach oben