Hamburg Spitzenreiter bei Arztkosten

Hamburg, 21. März 2018 – In Hamburg liegen die durchschnittlichen Behandlungskosten je Versicherten in der ambulanten medizinischen Versorgung an der Spitze in Deutschland. „Hamburg liegt mit 644 Euro Kosten je Versicherten knapp 15 Prozent über dem Bundesdurchschnitt – und nimmt damit eine Spitzenposition in Deutschland ein“, sagt Frank Liedtke, Landesgeschäftsführer der Barmer in Hamburg. Danach folgt Berlin mit 633 Euro und Bremen mit 592 Euro. Das geht aus dem aktuellen Barmer Arztreport hervor. „Beachtlich ist, dass die Zahl der Behandlungsfälle in Hamburg zwar über dem Bundesdurchschnitt liegt, im Ranking nach Bundesländern Hamburg aber an fünfter Stelle steht. Damit liegt die Vermutung nahe, dass in Hamburg neben einer hohen Arztdichte auch die teure Apparatemedizin eine wichtige Rolle spielen“, so Liedtke weiter.

Hamburg im Bundesvergleich

Pro Kopf wurden in Deutschland 2016 durchschnittlich schätzungsweise 561 Euro für die ambulant-ärztliche Versorgung aufgewendet (ohne Zahnärzte, Arzneimittel oder anderweitige Verordnungen), im Jahr 2012 lag der entsprechende Wert noch bei 489 Euro. In Hamburg stiegen die Kosten im gleichen Zeitraum von 566 Euro auf 644 Euro. Die höchsten Kosten fielen 2016 mit durchschnittlich 442 Euro pro Fall für Behandlungen bei Psychotherapeuten an. „Dabei ist zu bedenken, dass Leistungen von Psychotherapeuten nicht delegiert werden können und in der Regel fast immer einen langen Patientenkontakt voraussetzen. Deshalb haben Psychotherapeuten verhältnismäßig wenige Behandlungsfallzahlen“, erläutert Liedtke.

Teure Stadtstaaten

Für alle regionalen Auswertungen im Arztreport wurden Versicherte ihrem Wohnort entsprechend zugeordnet. „Die höheren ambulanten Behandlungs-kosten in den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen beziehen sich ausschließlich auf die dort wohnenden Menschen und lassen sich deshalb nicht durch Patienten aus dem Umland erklären“, stellt Frank Liedtke klar. Neuer Inhalt

Hausärzte versorgen die meisten Patienten

31,5 Prozent und damit fast ein Drittel aller Patientenkontakte entfielen im Jahr 2016 auf hausärztlich tätige Allgemeinmediziner, gefolgt von fachärztlich tätigen Internisten mit einen Anteil von 12,4 Prozent. Nur 2,4 Prozent aller Patientenkontakte entfielen auf Psychotherapeuten.Neuer Inhalt

Webcode dieser Seite: p009205 Autor: Barmer Erstellt am: 20.03.2018 Letzte Aktualisierung am: 21.03.2018
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