Den Frühblühern zuvor kommen

Berlin (28.10.2016) Rund 500.000 Menschen leiden in der Region Berlin-Brandenburg an einer Pollen-Allergie mit tränenden Augen, juckender Haut und laufender Nase. Doch spätestens im Herbst ist der Heuschnupfen oft vergessen. Dabei ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, Allergien zu therapieren. "Eine Hyposensibilisierung ist die einzige Arzneimitteltherapie, die statt der Symptome die Ursachen einer Allergie behandelt. Da die Haselblüte bereits Ende Januar beginnt, sollten Betroffene mit einer Hyposensibilisierung gegen Frühblüher-Pollen spätestens im Herbst starten", sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer GEK Berlin/Brandenburg. 


Lange Therapie mit guten Erfolgsaussichten

"Allergiker sollten sich von der Dauer einer Hyposensibilisierung von rund drei Jahren nicht abschrecken lassen. Eine Hyposensibilisierung kann verhindern, dass sich allergische Reaktionen, wie zum Beispiel Asthma, chronifizieren. Die meisten Patienten haben nach einer Hyposensibilisierung in der Regel deutlich geringere Beschwerden", so Leyh weiter. Bei der Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung oder spezifische Immuntherapie genannt, wird dem Allergiker in langsam größer werdenden Abständen das Allergen verabreicht, anfangs wöchentlich, später monatlich. Das Allergen wird entweder in Form von Tropfen, Tabletten oder Injektionen gegeben. Die verabreichte Menge wird ebenfalls langsam erhöht. Auf diese Weise soll sich der Körper Schritt für Schritt an das Allergen gewöhnen, um später deutlich weniger oder im Idealfall gar nicht mehr darauf zu reagieren.

Vorsicht bei chronischen Erkrankungen und Schwangerschaft

In seltenen Fällen kann es bei einer Hyposensibilisierung zu unerwünschten Reaktionen kommen. Menschen mit Nieren- oder Herz-Kreislaufkrankheiten, schwere Autoimmunerkrankungen und unkontrolliertem Asthma kommen für einer Hyposensibilisierung nicht in Frage. Schwangere sollten ebenfalls nicht mit einer Hyposensibilisierung beginnen, da im Falle einer überschießenden allergischen Reaktion der Fötus Schaden nehmen kann. 


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Webcode dieser Seite: p006821 Autor: Barmer Erstellt am: 28.10.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.12.2016
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