Jeder dritte Brandenburger hat Bluthochdruck

Berlin (29.06.2016) Blutdruck ist die häufigste Diagnose, die Ärzte in Brandenburg im Lauf des Jahres 2014 gestellt haben. Das geht aus dem aktuellen Arztreport der Barmer GEK hervor. Danach leiden in Brandenburg rund 813.000 Menschen an Bluthochdruck. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von rund 33 Prozent. Damit liegt Brandenburg über dem Bundesdurchschnitt von 28,16 Prozent. "Bluthochdruck ist keine harmlose Volkskrankheit. Er kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit verursachen, die auf der Statistik der Todesursachen ganz oben stehen", sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer GEK Berlin/Brandenburg.

Keine unvermeidbare Alterserkrankung

In der Altersgruppe der über 50-Jährigen leidet fast jeder zweite an Bluthochdruck. "Die Annahme, Bluthochdruck sei eine unvermeidbare Alterserkrankung, ist falsch", so Leyh. Bei manchen Menschen liegt der Grund für einen erhöhten Blutdruck einfach am Lebensstil. Wer Übergewicht hat und raucht, hat ein höheres Risiko an Bluthochdruck zu leiden. Wichtig ist, dass Bluthochdruck frühzeitig erkannt wird.

Bluthochdruck kann bei Vorsorgeuntersuchungen erkannt werden

Laien können Bluthochdruck selber nicht feststellen, sondern nur der Arzt. Im Verdachtsfall veranlasst dieser eine Langzeit-Blutdruckmessung. Dazu trägt der Patient 24 Stunden lang ein Messgerät, das den Blutdruck in regelmäßigen Abständen ermittelt und speichert. Früh erkannt und medikamentös behandelt, kann man mit Bluthochdruck alt werden. Viele Menschen könnten mit einem Bündel von Maßnahmen ihren Blutdruck aber auch senken, ohne dass die Pharmazie bemüht werden muss. Das Rauchen aufgeben, mehr Bewegung im Alltag, Ernährung umstellen und Übergewicht abbauen, sind die goldenen Regeln für einen gesunden Blutdruck. Diese Schritte sind deshalb so wirkungsvoll, weil ihre Effekte ineinandergreifen. Eine Ernährung mit viel Gemüse und Obst hilft, Gewicht abzubauen. Leichter geworden, fällt auch das Fitnesstraining nicht mehr so schwer. Sportliche Aktivität hilft wiederum, Stress abzubauen.


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Webcode dieser Seite: p001681 Autor: Barmer Erstellt am: 29.06.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.12.2016
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