Barmer GEK warnt vor Hormonpräparaten gegen Akne

Berlin (21.04.2016) Hässliche Pickel, Pusteln und Mitesser machen vielen Jugendlichen das Leben schwer. Allein in Berlin lassen jährlich rund 3.200 Jugendliche zwischen zehn und 20 Jahren wegen Akne ärztlich behandeln, in Brandenburg sind es sogar rund 4.600 Jugendliche. "Pickel sind eine Begleiterscheinung der Pubertät, und nicht alle Mittel sind geeignet, sie loszuwerden. Antibiotika und Hormonpräparate sollten wegen ernster Nebenwirkungen nicht unbedingt zur Aknebekämpfung eingesetzt werden", sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer GEK Berlin/Brandenburg.

Hohes Thromboserisiko bei neuartigen Hormonpräparaten

Während sich leichte Akne mit Pflegeprodukten gut behandeln lässt, sollte bei mittelschwerer und schwerer Akne der Hautarzt aufgesucht werden. Frauen, die Akne medikamentös behandeln wollen und gleichzeitig eine Empfängnisverhütung wünschen, können sich Anti-Baby-Pillen verschreiben lassen, die beides bewirken. Der jüngste Arzneimittelreport der Barmer GEK hat jedoch aufgedeckt, dass 78 Prozent der bei Akne verordneten Anti-Baby-Pillen ein höheres Thromboserisiko aufweisen als bewährte ältere Wirkstoffe. „Wir raten Frauen, die mit einer Anti-Baby-Pille ihr Akneproblem in den Griff bekommen wollen, sich genau bei ihrem Arzt über die Risiken und Nebenwirkungen zu informieren“, sagt Leyh. Vorsicht ist ebenfalls bei dem Einsatz von Antibiotika wegen möglicher Resistenzen geboten.

Umstellung des Hormonhaushalts ist für Akne verantwortlich

Akne entsteht meist, weil männliche Hormone bei Jungen und Mädchen in der Pubertät für eine verstärkte Aktivität der Talgdrüsen sorgen. Wenn der Kanal von der Talgdrüse zur Hautoberfläche von Hornzellen verstopft ist, wird der Talg zurückgehalten. So entsteht ein Pfropfen aus Fett, Hornzellen, weißen Blutkörperchen und Bakterien, der die Talgdrüse langsam aufbläht, bis sie dem Druck nicht mehr standhält und sich ihr Inhalt in das umgebene Gewebe entleert. Oft hilft es schon, bei ersten Anzeichen von Akne auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Allgemein wird empfohlen, auf zu viel Zucker, Milch und Milchprodukte zu verzichten und mehr Fisch und Gemüse zu essen.


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Webcode dieser Seite: p001828 Autor: Barmer Erstellt am: 21.04.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.12.2016
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