Rückruf von Valsartan - Patienten haben Anspruch auf Alternativpräparat

 Berlin, 12. Juli 2018 – Rund 13.500 Versicherte der Barmer in Berlin und Brandenburg sind von dem Rückruf von Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Valsartan betroffen. Mit Valsartan-haltigen Arzneimitteln werden Bluthochdruck und Herzschwäche behandelt. „Patienten, die Arzneimittel mit dem Wirkstoff Valsartan einnehmen, sollten auf jeden Fall mit ihrem Arzt Rücksprache halten, wie sie sich konkret verhalten. Kosten für eventuell notwendige Alternativpräparate werden von der BARMER übernommen“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer Berlin/Brandenburg. Gleiches gelte für die Zuzahlungen für Alternativpräparate.

Plötzliches Absetzen kann negative Auswirkungen haben

Trotz des Rückrufs wegen verunreinigter Chargen des Wirkstoffs sollten Patientinnen und Patienten ihr Medikament nicht einfach absetzen. Das dadurch bedingte Risiko wäre laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vielfach höher und akuter als die Gefahr, die von der wahrscheinlich krebserregenden Verunreinigung ausgehen kann. Ein plötzliches Absetzen kann sich besonders auf das Herz-Kreislauf-System und die Nierenfunktion auswirken.

Welche Arzneimittel sind betroffen?

Der Wirkstoff Valsartan wird in einer Vielzahl von Medikamenten eingesetzt. Der Rückruf vor wenigen Tagen galt verschiedenen Chargen, die Valsartan eines chinesischen Wirkstoff-Herstellers enthalten und durch eine wahrscheinlich Krebs erregende Substanz verunreinigt wurden. Von dem Rückruf betroffen sind nach aktuellem Stand Präparate, für welche die Barmer Rabattverträge geschlossen hat. Dazu gehörten Valsartan AbZ®, Valsartan Heumann® und Valsartan comp.AbZ®. Definitiv nicht betroffen seien hingegen die Arzneimittel Valsartan dura® (Hersteller Mylan dura), Valsacor® comp. (Hersteller TAD Pharma) und Valsartan HCT Aurobindo® (Hersteller Aurobindo).

Webcode dieser Seite: p009843 Autor: Barmer Erstellt am: 12.07.2018 Letzte Aktualisierung am: 12.07.2018
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