Corona-Pandemie: Berliner meiden Zahnarztpraxen

Berlin, 18. August 2021 – Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Zahnarztbesuche in Berlin drastisch zurückgegangen. Allein die Barmer verzeichnete bei ihren Versicherten im Jahr 2020 rund 90.000 Zahnarztbesuche weniger als im Jahr 2019. Das entspricht einem Rückgang von 8,9 Prozent. Am deutlichsten war der Unterschied im zweiten Quartal 2020 mit einem Rückgang von 18,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Barmer führt dies auf die Corona-Pandemie und den Lockdown zurück. „Erwachsene sollten auch ohne akute Beschwerden mindestens einmal jährlich zur Zahnvorsorgeuntersuchung gehen. Zahnärztinnen und Zahnärzte können zum Beispiel Karies oder Parodontitis schon in einem frühen Stadium erkennen und eine Therapie einleiten, bevor Beschwerden auftreten“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer Berlin/Brandenburg

Zuschuss zum Zahnersatz bleibt erhalten

Gesetzlich Krankenversicherte, die jedes Jahr zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung gehen und diese in ihrem Zahnbonusheft dokumentieren, erhalten von ihrer Kasse einen höheren Zuschuss, wenn eine Krone, Prothese oder Brücke notwendig wird. Wenn das Bonusheft innerhalb der letzten zehn Jahre lückenlos geführt wurde, beträgt der Zuschuss 75 Prozent der Regelversorgung. „Aufgrund der Corona-Pandemie gilt die Sonderregel, dass der Bonus auch dann erhalten bleibt, wenn im Jahr 2020 keine Kontrolluntersuchung stattgefunden hat“, teilt Leyh weiter mit.

Digitales Bonusheft für Barmer-Versicherte

Barmer-Versicherte können die aktuelle Höhe ihres persönlichen Zuschusses per App einsehen. Sobald die Abrechnungsdaten der Zahnärztinnen und Zahnärzte übermittelt werden, schreibt die Barmer ihren Versicherten den Bonus für den Zahnarztbesuch in der App gut. Die Zuschusshöhe wird automatisch berechnet und angezeigt. An den nächsten Vorsorgetermin können sich die Versicherten ebenfalls per App erinnern lassen.


Webcode dieser Seite: p017204 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 18.08.2021
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