28. April 2020: Veranstaltung der Landesvertretung Bayern und Baden-Württemberg

#regionalstark
Spannungsfeld Föderalismus: Müssen die regionalen Spielräume für die Gesundheitsversorgung erweitert werden?

Mit Inkrafttreten des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 wurde der Föderalismus in Deutschland verfassungsrechtlich verankert. Weite Bereiche des Gesundheitswesens werden über Bundesgesetze gesteuert, die Länder wirken über den Bundesrat mit. Doch in jüngster Zeit kam es immer wieder zu Diskussionen zwischen Bund und Ländern, weil Letztgenannte um ihre Gestaltungsmöglichkeiten fürchten. Sie betonen, die Anforderungen an die Gesundheitsversorgung seien regional unterschiedlich. Dem könne die zentrale Steuerung durch den Bund nicht gerecht werden. Regionale Versorgung findet selbstverständlich vor Ort statt. Dennoch gibt es Bereiche, die klare bundesweite Vorgaben erfordern. Etwa die Qualitätssicherung in Kliniken oder der Zugang zu medizinischen Innovationen. Dieses Spannungsfeld möchten wir mit Ihnen diskutieren.

Zu Beginn der Veranstaltung führen Expertinnen und Experten in die Thematik ein. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, im Rahmen einer Fishbowl-Diskussion mit Akteuren aus Politik und Selbstverwaltung zu folgenden Fragen ins Gespräch zu kommen:

  • Müssen die regionalen Spielräume erweitert werden, oder brauchen wir mehr zentrale Steuerung im Gesundheitswesen?
  • Ist eine Trennung der Versorgungsplanung ambulant und stationär noch zeitgemäß?
  • Soll Qualität allein Sache der Länder sein, oder braucht es bundesweite Standards?
  • Wie kann flächendeckend eine hochwertige, bedarfsgerechte Versorgung sichergestellt werden?
  • Wie hemmt der Föderalismus unser Gesundheitssystem? Wie fördert er es?
  • Wie kann die Rolle der Länder und Regionen in der Gesundheitsversorgung weiterentwickelt werden?

Dienstag | 28. April 2020 | 12 Uhr 30
Stiftung Hochschule für Gestaltung HfG Ulm
Am Hochsträß 8 |  89081 Ulm

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Webcode dieser Seite: p011523 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 25.02.2020
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