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Logopädie in Bayern: Mehr Kinder haben Sprachprobleme

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München, 01. März 2018 – Immer mehr Kinder in Bayern haben Sprachprobleme und erhalten aus diesem Grund eine logopädische Behandlung. Die Zahl der Verordnungen stieg in den Jahren 2014 – 2016 um über zwei Prozent. So das Ergebnis einer Datenanalyse der Barmer zur Heil- und Hilfsmittelversorgung. Die Ausgaben für Logopädie stiegen in Bayern im gleichen Zeitraum von 6,4 Millionen Euro im Jahr 2014 auf rund 7,4 Millionen Euro im Jahr 2016. Das ist eine Steigerung von über 15,5 Prozent.  

Große Unterschiede zwischen den Bundesländern

Die regionalen Unterschiede zwischen den Bundesländern sind groß: Die Spannweite reicht von einer Ausgabensteigerung in Bayern und Bremen von über 15 Prozent bis zu einem Ausgabenrückgang in Sachsen von 2,8 Prozent. Am Häufigsten wird Logopädie von Kinderärzten (33,2 Prozent) und von Hausärzten (29,3 Prozent) verordnet.

Hintergrund:

  • Maßnahmen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie dienen dazu, die Kommunikationsfähigkeit, die Stimmgebung, das Sprechen und den Schluckakt bei krankheitsbedingten Störungen wiederherzustellen, zu verbessern oder eine Verschlechterung zu vermeiden.
  • Die Barmer hat im Jahr 2016 bundesweit für die logopädische Behandlungen von Versicherten 69,3 Millionen Euro verwendet. Davon entfielen mehr als 80 Prozent der Kosten auf die Behandlung von Störungen der Sprache. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine bundesweite Zunahme der Ausgaben um 5,5 Prozent.
  • Logopädie erfolgt überwiegend bei sehr jungen Patienten unter 15 Jahren. Dabei entfallen deutlich höhere Ausgaben auf männliche als auf weibliche Versicherte.
  • Zu den Heilmitteln werden die Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie gezählt.
  • Drei Viertel der Heilmittelkosten (74,2 Prozent) gehen auf physiotherapeutische Behandlungen zurück, 14,4 Prozent auf logopädische Behandlungen, 9,6 Prozent für Ergotherapie und 1,9 Prozent für Podologie.

Kontakt für die Presse:

Stefani Meyer-Maricevic
Pressesprecherin Barmer Bayern
Telefon: 0800 33 30 04 25 1131
E-Mail: presse.by@barmer.de
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