Warum Sport bei Diabetes so wichtig ist

München, 11. November 2021 – Rund acht Prozent der Menschen in Bayern sind wegen Diabetes mellitus Typ 2 in ärztlicher Behandlung. Die Volkskrankheit ist häufig nicht nur erblich veranlagt, sondern wird auch durch Übergewicht und zu wenig Bewegung ausgelöst. Deshalb ist es für Menschen mit Diabetes mellitus besonders wichtig, regelmäßig Sport zu treiben, sofern deren Gesundheitszustand das zulässt. "Wer sich langsam an das richtige Pensum herantastet und seine Grenzen kennt, kann mit Kraft- und Ausdauersport den Verlauf von Diabetes Typ 2 positiv beeinflussen", sagt Professorin Dr. Claudia Wöhler Landesgeschäftsführerin der Barmer in Bayern, anlässlich des Welt-Diabetes-Tages am 14. November.

Sport stärkt die Insulinempfindlichkeit der Zellen

Sport kann bei Patientinnen und Patienten mit Typ 2-Diabetes nicht nur akut den Blutzuckerspiegel senken, sondern auch die Insulinempfindlichkeit der Zellen verbessern. Da dieser Effekt nach 48 Stunden wieder nachlässt, ist es wichtig, regelmäßig Sport zu machen. Experten empfehlen bei Diabetes mellitus pro Woche mindestens 150 Minuten Ausdauersport, verteilt auf drei bis fünf Tage, zu treiben. Kraftsport gehöre alle drei Tage ins Programm und sollte alle großen Muskelgruppen einbeziehen. Allerdings solle man vorher unbedingt zum Arzt gehen, um einen Belastungs-EKG und eine Untersuchung der Gelenke vornehmen zu lassen. "Am besten ist es, gemeinsam mit dem Arzt zu besprechen, welche Sportart geeignet, welches Maß das richtige ist", sagt Wöhler.

Sport kann Insulintherapie hinausschieben

"Im besten Fall benötigen Typ-2-Diabetiker dank regelmäßigem Sport weniger Medikamente und eine Therapie mit Insulin lässt sich aufschieben", so Wöhler weiter. Kraftsport baue das für die Erkrankung mitverantwortliche Bauchfett ab und könne den langfristigen Blutzuckerwert HbA 1c geringfügig absenken. Das Ausdauertraining reduziere den Blutzucker noch stärker, und zwar um bis zu 0,7 Prozent. Das entspricht in etwa der Wirkung einer medikamentösen Diabetestherapie.

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Webcode dieser Seite: p017505 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 11.11.2021
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