Männer bleiben Vorsorgemuffel: Nur 10,3 Prozent der Bayern bei Früherkennung

München, 08. April 2021 – Männer gehen nach wie vor deutlich seltener zur Krebsfrüherkennung als Frauen. Das geht aus einer Auswertung der Barmer hervor. Im Jahr 2019 nahmen demnach beispielsweise bundesweit 12,0 Prozent der Männer eine Früherkennungsuntersuchung auf Prostatakrebs wahr. Zum Vergleich: In Bayern waren es 10,3 Prozent. Demgegenüber stehen 40 Prozent teilnehmende Frauen, die sich auf Brust- und Gebärmutterhalskrebs hin testen ließen. "Eine Krebsvorsorgeuntersuchung kann Leben retten. Je früher Krebs erkannt wird, desto eher ist er heilbar. Vor allem Männer sollten sich überlegen, häufiger zur Vorsorge zu gehen", sagt Professorin Dr. Claudia Wöhler, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Bayern. Jedes Jahr erkrankten in Deutschland rund 500.000 Menschen an Krebs. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung könne Leben retten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernähmen unter anderem die Kosten für Früherkennungsuntersuchungen auf Gebärmutterhalskrebs bei Frauen ab 20 Jahren und für die Abtastung der Brust ab 30 Jahren. Bei Männern sei zum Beispiel ab 45 Jahren der Test auf Prostatakrebs Kassenleistung.

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Niedrige Untersuchungsraten in Bayern

Laut der Analyse gibt es deutliche regionale Unterschiede bei der Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen auf Gebärmutterhals- und Brustkrebs bei Frauen sowie auf Prostatakrebs bei Männern. Im Analysezeitraum wiesen bei Frauen das Saarland (36,5 Prozent) und Bayern (38,4 Prozent) die niedrigsten Untersuchungsraten auf. In den ostdeutschen Flächenländern waren die Raten dagegen merklich höher. So war Brandenburg Spitzenreiter mit 42,8 Prozent. Bei den Männern variierten die Unterschiede zwischen den Bundesländern stärker. Die geringsten Raten gab es im Saarland (9,3 Prozent) und in Bayern (10,3 Prozent). Am häufigsten genutzt wurde die Krebsfrüherkennung von Männern in Mecklenburg-Vorpommern (13,8 Prozent). "Die regionalen Unterschiede bei der Inanspruchnahme wichtiger Krebsfrüherkennungsuntersuchungen sind rein medizinisch nicht erklärbar. Hier sind vertiefende Analysen erforderlich", sagt Wöhler.

Die Pressemitteilung und die Grafik stehen zum Download bereit unter: www.barmer.de/p016706 

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Webcode dieser Seite: p016706 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 15.04.2021
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