Neue Chancen für ein gesundes Baden-Württemberg?

Landesrahmenvereinbarung Prävention unterzeichnet

Eine Woche nach der Unterzeichnung der Landesrahmenvereinbarung Prävention hatte die Barmer GEK Akteure des baden-württembergischen Gesundheitswesens zu einem Austausch eingeladen, um Kooperationsmöglichkeiten auszuloten, Chancen zu erkennen und über den aktuellen Stand der Präventionsprojekte im Land zu reden.

eCHECKUP to go

Die Diskussion war schnell im Gange, nachdem Dr. Thomas Heidenreich von der Hochschule Esslingen und Ewald Muckrasch, Referent für Prävention und Gesundheitsförderung bei der Barmer GEK Baden-Württemberg, „eCHECKUP to go“ vorgestellt hatten. Ein gemeinsames Präventionsprojekt, mit dem ein riskanter Alkoholkonsum bei Studierenden vorgebeugt werden soll. Der eCHECKUP to go verzahnt Online- und Offlineangebote im Setting Hochschule. „In Deutschland gibt es aktuell kein vergleichbares Präventionsprojekt für Studierende“, weiß Heidenreich.

Insgesamt ist Baden-Württemberg in Sachen Prävention schon recht gut aufgestellt, das wurde an dem Abend klar. Klar ist aber auch, dass man sich nicht auf den bestehenden Strukturen ausruhen kann. „Wir sollten die kommunalen Gesundheitskonferenzen stärker nutzen, um das Thema Prävention im Land weiter voranzubringen“, forderte Barmer GEK Landesgeschäftsführer Winfried Plötze. Auch die Politik müsse gesetzgeberisch stärker tätig werden, wenn die Landesrahmenvereinbarung Prävention nicht nur ein Stück Papier bleiben, sondern mit Leben gefüllt werden soll. Plötze: „Die Politik sollte vor allem die gesunde Ernährung von Kindern im Blick haben. Eine Besteuerung von Industriezucker nach englischem Vorbild wäre zum Beispiel eine Maßnahme, welche die Prävention von Übergewicht und Diabetes bei Kindern und Jugendlichen unterstützen würde.“

Webcode dieser Seite: p007110 Autor: Barmer Erstellt am: 11.01.2017 Letzte Aktualisierung am: 11.01.2017
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