Dieses Bild zeigt einen schlafenden Mann.
Die Zeitumstellung verursacht aber keine Schlafstörung

740.000 Baden-Württemberger schlafen schlecht

Lesedauer weniger als 3 Min

.

  • Rund 6,6 Prozent der Baden-Württemberger haben eine Schlafstörung.
  • Männer sind häufiger betroffen als Frauen, Ältere öfter als Jüngere.
  • Eine Schlafstörung ist keine Lappalie, sie kann gesundheitliche Folgen haben.
  • Winfried Plötze, Landesgeschäftsführer der Barmer in Baden-Württemberg: "Eine Schlafstörung ist eine Krankheit. Und die wird nicht dadurch verursacht, dass die Uhr einmal im Jahr um eine Stunde vorgedreht wird."

Stuttgart, 25. März 2026 - Von einer Schlafstörung ist die Rede, wenn Menschen über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten schlechter, weniger oder unregelmäßiger schlafen als normal und das Problem nicht durch eine schlechte Schlafumgebung verursacht wird. Außerdem muss das Schlafdefizit die Leistungsfähigkeit und das psychische Wohlbefinden der Betroffenen am Tag spürbar beeinträchtigen. Und das ist laut Barmer-Arztreport bei rund 6,6 Prozent der Einwohner Baden-Württembergs der Fall. Innerhalb des Jahres 2024 wurde bei fast 740.000 Personen eine Schlafstörung diagnostiziert. Im Jahr 2010 waren es etwa 536.000. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, Ältere öfter als Jüngere. Was aber nicht ausschließt, dass schon die Kleinen unter einem gestörten Schlaf leiden können. Laut Barmer wurde bei fast 18.000 baden-württembergischen Kindern im Alter bis neun Jahren eine Schlafstörung ärztlich festgestellt. "Eine Schlafstörung ist keine Lappalie", sagt der Landesgeschäftsführer der BARMER in Baden-Württemberg, Winfried Plötze. "Unbehandelt erhöht sie das Risiko für psychische Erkrankungen. Auch Herzinfarkte, Bluthochdruck und Diabetes mellitus sind wahrscheinlicher. Zudem schwächt permanenter Schlafmangel das Immunsystem und das begünstigt Infektionskrankheiten." Als Auslöser für Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen kommen beruflicher oder privater Stress oder bei Frauen die Wechseljahre in Betracht. Eine Schlafstörung kann aber auch ein Anzeichen für eine Depression sein. Dagegen hat die Zeitumstellung, die uns am Wochenende bevorsteht, nichts damit zu tun. "Eine Schlafstörung ist eine Krankheit. Und die wird nicht dadurch verursacht, dass die Uhr einmal im Jahr um eine Stunde vorgedreht wird. Allerdings wirkt sich die Zeitumstellung auf unseren Biorhythmus aus. Deshalb kann sie für Menschen problematisch sein, die bereits unter einer Schlafstörung leiden."

Tipps für einen besseren Schlaft gibt es unter www.barmer.de/s000857.

Kontakt für die Presse:

Marion Busacker
Pressesprecherin Barmer Baden-Württemberg
Telefon: 0800 33 30 04 35 1130
E-Mailpresse.bw@barmer.de
Twitter: twitter.com/BARMER_BW