Zahnprobleme bei Demenzkranken erkennen

Am 9. Februar ist Tag der Zahnschmerzen

Stuttgart, 3. Februar 2017 - Menschen mit Demenz vergessen bisweilen nicht nur die eigene Zahnpflege, manche können auch nicht mehr äußern, wenn sie Zahnschmerzen haben. Bei bundesweit fast 1,6 Millionen Demenzkranken und 300.000 Neudiagnosen jährlich dürfte das keine Seltenheit, sondern ein häufiges Problem sein. „Deshalb sollten auch Demenzkranke einmal jährlich zahnärztlich untersucht werden, am besten in einer Praxis, die auf die Behandlung von Senioren spezialisiert ist“, rät Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin der Barmer. Eine Suchfunktion auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) www.dgaz-online.de verschafft einen Überblick über Experten in der Nähe. Muss ein demenziell Erkrankter in einem Pflegeheim betreut werden, dann sollten sich die Angehörigen vorher informieren, ob die Einrichtung regelmäßig von einem Zahnarzt konsultiert wird. In Baden-Württemberg haben derzeit rund 300 Pflegeheime entsprechende Vereinbarungen mit Zahnärzten und Praxen.

Wie erkenne ich Zahnprobleme bei Demenzkranken?

Zahnprobleme beeinträchtigen die Lebensqualität der Demenzkranken und sie können auch den allgemeinen Gesundheitszustand verschlechtern. Deshalb sollten Angehörige von Demenzkranken und Pflegepersonal auf folgende Anzeichen achten:

  • Unruhe der betroffenen Person beim Kauen und Essen
  • Kauen und Essen dauern länger als gewöhnlich
  • Nahrungsverweigerung und Gewichtsverlust
  • Es wird mehr getrunken als gegessen
  • Starker Mundgeruch kann ein Anzeichen für eine Entzündung sein
  • Zahnfleischbluten
  • lockere Zähne

Tipps zur Zahnpflege – auch per Hotline und YouTube-Video

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft informiert auf ihrer Internetseite www.deutsche-alzheimer.de darüber, was bei der Zahn-, Mund- und Prothesenpflege von Menschen mit Demenz zu beachten ist. Die DGAZ bietet pflegenden Angehörigen unter der Rufnummer 0341 9721310 telefonische Hilfe an, auf der Webseite der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) www.bzaek.de steht der „Ratgeber zur Mundgesundheit für pflegende Angehörige“ zum Download bereit. Auf YouTube informieren BZÄK und das Zentrum für Qualität in der Pflege gemeinsam in zehn Kurzfilmen über die richtige Mundpflege von Hochbetagten, Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung.

Webcode dieser Seite: p007179 Autor: Barmer Erstellt am: 03.02.2017 Letzte Aktualisierung am: 03.02.2017
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