82 Prozent der Gmünder sind sportlich aktiv

Schwäbisch Gmünd (12.07.2016) "Schwäbisch Gmünd bewegt sich!" heißt ein gemeinsames Pilotprojekt von Barmer GEK und der Stadt Schwäbisch Gmünd, mit dem die Partner langfristig die ganze Kommune bewegen wollen. Im März war die Präventionskampagne gestartet, seitdem wurden Daten erhoben, die jetzt erste Erkenntnisse über das Bewegungsverhalten der Bevölkerung und die sportliche Infrastruktur liefern.

82 Prozent der Gmünder sind sportlich aktiv

Die Sportwissenschaftler der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben die bewegungsförderliche Infrastruktur, die Politikgestaltung, das bürgerschaftliche Engagement und das Bewegungsverhalten der Schwäbisch Gmünder untersucht, um daraus Handlungsempfehlungen für eine optimale Bewegungsförderung in der Stadt abzuleiten. Demnach sind 82,4 Prozent der Gmünder sportlich aktiv - ein leicht unterdurchschnittlicher Wert, im Vergleich zu anderen Kommunen - die Versorgung mit Sportanlagen in der Stadt ist recht gut, der öffentliche Raum wird für Bewegung aber noch zu wenig genutzt. Diese und weitere Evaluationsergebnisse präsentierten die Wissenschaftler dem dem "Kommunalen Bündnis für Bewegung" bei dessen ersten Treffen. Das Bündnis ist das Expertengremium im Rahmen der Präventionskampagne "Schwäbisch Gmünd bewegt sich!". Es legt fest, welche Maßnahmen letztendlich ergriffen werden sollen, um die Gmünder im Wortsinne zu bewegen.

Älteren fehlen Sozialkontakte

Positiv bewerten die Wissenschaftler Angebote wie die Stadtsportlehrer, die gute Versorgung mit Sportanlagen und eine hohe, wenngleich nicht überdurchschnittlich hohe Anzahl an Gmündern, die in Sportvereinen organisiert sind. Denn gut zwei Drittel aller sportlichen Aktivitäten finden in Schwäbisch Gmünd unorganisiert, sprich außerhalb von Vereinen statt. Eine Schwäche sind dagegen fehlende Sozialkontakte bei den über 55-Jährigen. Viele geben an, sportlich inaktiv zu sein, weil ihnen Freunde fehlen, die sich mit ihnen bewegen würden. Auch wurde der Bedarf an Sportwegen wie Trimm-dich-Pfaden im Rahmen der Evaluation geäußert - die Sportplanung der Stadt ziele aber hauptsächlich auf Sportstätten ab. Und der öffentliche Raum wird in Gmünd laut Erhebung zu wenig für Bewegung genutzt.

"Vor dem Hintergrund müssen wir uns fragen, ob öffentliche Outdoor-Bewegungsangebote nicht eine sinnvolle Ergänzung wären", sagt Joachim Oehler, Hauptgeschäftsführer der Barmer GEK Stuttgart. Gmünds Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse fordert, "das Plus auf der Haben-Seite zu vergrößern" und bemängelt, dass es in Gmünd keinen sportpolitischen Austausch gibt. "Dafür sollten wir einen Rahmen schaffen, ohne gleich einen Ausschuss zu gründen."

Mehr Schritte für Ruhm und Ehre

Eine konkrete Empfehlung hat das Kommunale Bündnis für Bewegung bei seiner ersten Sitzung noch nicht ausgesprochen. Es zeigt sich aber schon jetzt, dass in Schwäbisch Gmünd eine Informationsplattform fehlt, auf der sämtliche Bewegungsangebote aktuell abgefragt werden können. Eine entsprechende Internetseite könnte ebenso ein erster Handlungsansatz sein wie eine bessere Vernetzung der Bündnis-Mitglieder. Auch der Ausbau von beschilderten Sportwegen wie Jogging-Strecken und Trimm-dich-Pfaden wurden ins Spiel gebracht.

Konkret wurde die Barmer GEK. Die Krankenkasse will Teams von Gmünder Unternehmen mit Schrittzählern ausstatten und zwei Wochen lang die von den Teilnehmern zurückgelegte Strecke erfassen und laufend auf einer Webseite veröffentlichen. "Der Wettkampfcharakter bringt die Menschen dazu, darauf zu achten, wie viele Schritte sie täglich tun und wie sie noch mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen können", so Joachim Oehler. Im Idealfall behalten die Teilnehmer ihr neues Bewegungsmuster bei und motivieren andere, es ihnen gleich zu tun.

Hintergrund:

Mit der Präventionskampagne "Schwäbisch Gmünd bewegt sich!" wollen die Barmer GEK und die Stadt Schwäbisch Gmünd die Bewegungsfreude der Schwäbisch Gmünder langfristig fördern und einen eigenverantwortlichen, gesundheitsbewussten Lebensstil initiieren. Die Kooperation erstreckt sich über ein Jahr und wird von der FAU wissenschaftlich begleitet. Mit "Schwäbisch Gmünd bewegt sich!" stärkt die Barmer GEK ganz gezielt die Gesundheitsförderung in der Kommune im Sinne des "Präventionsgesetzes". Dafür stellt die Krankenkasse mehr als 40.000 Euro zur Verfügung. Schwäbisch Gmünd ist die erste Stadt in ganz Deutschland, mit der die Barmer GEK diese Kooperation durchführt.


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Marion Busacker
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Webcode dieser Seite: p002136 Autor: Barmer Erstellt am: 12.07.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.12.2016
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