Kein Corona-Effekt: Frauen gehen in Baden-Württemberg häufiger zum Zahnarzt als Männer

Stuttgart, 3. November 2021 – In Baden-Württemberg waren die Frauen im Jahr 2020 häufiger in einer Zahnarztpraxis anzutreffen als Männer. Das geht aus einer Auswertung von Abrechnungsdaten der Barmer hervor. Im Jahr 2019 waren demnach 76 Prozent der Frauen, aber nur 68 Prozent der Männer in zahnärztlicher Behandlung. Im Jahr darauf traf dies auf 73 Prozent der Frauen und 65 Prozent der Männer zu. "Grundsätzlich ist die Zahl der Zahnarztbesuche im letzten Jahr zurückgegangen. Allerdings sehen wir bei der geschlechtsspezifischen Inanspruchnahme keine Trendwende. Die Frauen gehen häufiger zum Zahnarzt als die Männer, das ist auch während der Pandemie so geblieben", sagt der baden-württembergische Landesgeschäftsführer der Barmer, Winfried Plötze. 

Junge Männer sind seltener in zahnärztlicher Behandlung

Auf Bundesebene zeige die Barmer-Analyse, dass Geschlechterunterschiede bei der zahnärztlichen Versorgung bereits im Jugendalter beginnen. Bis zum Alter von zehn Jahren würden Mädchen und Jungen etwa gleichermaßen oft zum Zahnarzt gehen. Danach sinke die Inanspruchnahme bei beiden, bei den Männern jedoch deutlich stärker. So hätten 70 Prozent der 25- bis 29-jährigen Frauen, aber nur 55,3 Prozent der gleichaltrigen Männer innerhalb eines Jahres zahnärztliche Hilfe in Anspruch genommen. Erst ab etwa 80 Jahren näherten sich die Werte wieder an. "Gesunde Zähne tragen enorm zu einer hohen Lebensqualität bei. Deshalb sollte der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt für alle eine Selbstverständlichkeit sein", so Plötze.

Die Deutschlandkarte zeigt, wie viel Prozent der Frauen und Männer in den Bundesländern im Jahr 2020 beim Zahnarzt waren.


Ansprechpartnerin für Journalisten

Marion Busacker

Pressesprecherin Barmer Baden-Württemberg
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Webcode dieser Seite: p017477 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 03.11.2021
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