Trotz oder wegen Corona? Weniger Krankschreibungen wegen Rückenschmerzen in Baden-Württemberg

Stuttgart, 14. April 2021 –  Im letzten Jahr waren weniger Baden-Württemberger wegen Rückenschmerzen krankgeschrieben als im Jahr 2019. Das geht aus einer repräsentativen Analyse der Barmer hervor, die dafür die anonymisierten Daten von mehr als 348.000 baden-württembergischen Versicherten ausgewertet hat. Demnach waren im vergangenen Jahr 5,5 von 100 Erwerbspersonen wegen Rückenschmerzen krankgeschrieben. Im Jahr 2019 waren es 6,1. "Derzeit wird diskutiert, ob die Coronapandemie mehr Rückenprobleme verursacht. Unsere Zahlen spiegeln das nicht wider. Wenngleich Bewegungsmangel, schlechtere Arbeitsbedingungen im Homeoffice und psychische Probleme Faktoren sind, die Rückenschmerzen begünstigen können", sagt Barmer Landesgeschäftsführer Winfried Plötze. Über die Ursachen für den Rückgang ließe sich nur spekulieren. Denkbar sei, dass sich die Beschäftigten trotz Rückenbeschwerden nicht hätten krankschreiben lassen, weil sie in Kurzarbeit oder im Homeoffice tätig waren. Zudem könnten die Menschen aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus den Gang zum Arzt vermieden haben. "Dafür spricht auch, dass wir in Baden-Württemberg generell weniger Krankheitsfälle ermittelt haben als im Jahr 2019", so Plötze. Ebenso könnte Kurzarbeit in Berufen, in denen körperlich gearbeitet wird, ein Grund für den Rückgang der Fallzahlen sein. Auch die Versichertenstruktur habe möglicherweise einen Einfluss auf das Ergebnis. Bei der Barmer in Baden-Württemberg sind weniger Männer als Frauen versichert. Männer aber fehlen wegen Kreuzschmerzen häufiger und länger im Job.

Ansprechpartnerin für Journalisten

Marion Busacker

Pressesprecherin Barmer Baden-Württemberg
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Webcode dieser Seite: p016715 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 14.04.2021
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