Barmer-Modellprojekt memoreBox erfolgreich beendet

Therapeutische Spielkonsole bleibt im Hans-Klenk-Haus

Ludwigsburg, 21. September 2021 – Zwei Jahre lang hat die Barmer getestet, ob sich durch therapeutische Videospiele die körperlichen und geistigen Fähigkeiten von Pflegeheimbewohnerinnen und –bewohnern verbessern lassen. Dafür hatten bundesweit rund 900 Seniorinnen und Senioren in 100 Pflegeheimen regelmäßig mit der sogenannten memoreBox gespielt. "Jetzt sehen wir, dass es funktioniert. Es hat sich zum Beispiel gezeigt, dass sich durch das regelmäßige Spielen mit der memoreBox die Merkfähigkeit, die Koordination sowie die Gang- und Standsicherheit der Pflegeheimbewohner verbessert hat. Gleichzeitig wirkte sich die gemeinsame Aktivität positiv auf das Miteinander im Pflegeheim aus", sagt Arndt Kühnle, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Ludwigsburg. Auch im Ludwigsburger Hans-Klenk-Haus kam die therapeutische Videospielkonsole seit dem Jahr 2019 dreimal wöchentlich zum Einsatz. Und auch in Zukunft können die Ludwigsburger Seniorenheimbewohner mit der memoreBox "daddeln". Damit das möglich ist, gibt es eine finanzielle Unterstützung durch die Barmer. "Die Videospiele fordern und fördern unsere Senioren. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir die memoreBox weiterhin nutzen können. Außerdem möchten unsere Bewohnerinnen und Bewohner die gemeinsamen Spielenachmittage auch nicht mehr missen", sagt Alexandra Metzger, Sozialdienstleiterin im Pflegezentrum der AWO Ludwigsburg.

Motorradfahren und gemeinsame Kegelabende

Die memoreBox beinhaltet therapeutische Gesundheitstrainings in Form von Videospielen wie Tanzen, Singen, Kegeln oder Tischtennis. In die Entwicklung sind Erkenntnisse aus der Geriatrie, der Neuropsychologie, der Physio- und Musiktherapie eingeflossen. Durch das regelmäßige Spielen lassen sich die geistige und die körperliche Fitness gleichermaßen trainieren. So fördert das Spiel Motorradfahren sowohl die Aufmerksamkeit als auch die Gewichtsverlagerung. Die memoreBox kann an jeden Fernseher angeschlossen werden, die Heimbewohner steuern die Konsole allein über Gesten, die von einer Spezialkamera aufgenommen werden. "In der Pflege besteht ein enormes Potenzial für digitale Angebote. Wichtig ist, dass sie einen therapeutischen Nutzen haben, die Lebensqualität der Pflegebedürftigen positiv beeinflussen und einfach eingesetzt werden können", sagt Arndt Kühnle. Entwickelt wurde die Spielkonsole von der Firma RetroBrain R&D. Die Barmer hatte den bundesweiten Einsatz der memoreBox im Rahmen des Präventionsgesetzes gefördert und erprobt. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch die Berliner Humboldt-Universität, die Alice Salomon Hochschule sowie durch die AG Alter und Technik der Charité Universitätsmedizin Berlin.

Ansprechpartnerin für Journalisten

Marion Busacker

Pressesprecherin Barmer Baden-Württemberg
Telefon: 0800 333004-351130
E-Mailpresse.bw@barmer.de 

Webcode dieser Seite: p017304 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 21.09.2021
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