Berufstätige Baden-Württembergerinnen sind 16 Tage krankgeschrieben

Stuttgart, 5. März 2021 – Fast die Hälfte der berufstätigen Baden-Württembergerinnen (49,5 Prozent) war im letzten Jahr mindestens einmal krankgeschrieben. Das geht aus einer Analyse der Barmer hervor. "Die baden-württembergischen Frauen sind länger und auch häufiger krankgeschrieben als die Männer im Ländle. Bei den Frauen liegt der Krankenstand bei 4,35 Prozent. Das heißt von 1000 berufstätigen Baden-Württembergerinnen fehlen täglich etwa 44 krankheitsbedingt im Job", sagt der baden-württembergische Landesgeschäftsführer der Barmer, Winfried Plötze, anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März. Im Schnitt sei jede berufstätige Baden-Württembergerin im letzten Jahr 16 Tage krankgeschrieben gewesen. Atemwegserkrankungen waren dafür der häufigste Grund. Die längsten Fehlzeiten hätten dagegen die psychischen Störungen verursacht. Von den baden-württembergischen Männern hätten sich im letzten Jahr 44,6 Prozent krankgemeldet. Der Krankenstand lag bei 3,95 Prozent, die durchschnittliche Fehlzeit bei 14,4 Tagen pro Person.

Jobs mit hohem Krankenstand und Doppelbelastung

Die Barmer hat für ihre Analyse die Daten von rund 349.000 baden-württembergischen Erwerbspersonen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren ausgewertet, die im Jahr 2020 bei der Krankenkasse versichert waren. Die Gründe für die unterschiedliche Krankheitslast bei Männern und Frauen seien vielschichtig. Plötze: "Frauen sind nicht per se krankheitsanfälliger als Männer. Aber es arbeiten zum Beispiel mehr Frauen in Berufen, in denen die Krankenstände generell hoch sind. Etwa in der Alten- und Krankenpflege." Auch dürften viele berufstätige Frauen maßgeblich für Haushalt und Kindererziehung zuständig sein. Diese Doppelbelastung könne sich auf die Gesundheit auswirken. Zudem hätten Frauen im Erwerbsalter für viele Erkrankungsgruppen größere Risiken als ihre männlichen Kollegen. Prostatakrebs trete bei Männern vorwiegend erst im Rentenalter auf. Mit Brustkrebs hätten Frauen jedoch oftmals schon vor Eintritt ins Rentenalter zu kämpfen. In den jüngeren Altersgruppen erklären zudem Schwangerschaftskomplikationen den Geschlechterunterschied beim Krankenstand.

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Marion Busacker

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Webcode dieser Seite: p016570 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 05.03.2021
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