Paketzusteller und Postboten sind häufiger krank

Stuttgart, 10. Dezember 2019 – Briefträger und Paketzusteller sind überdurchschnittlich oft und lange krankgeschrieben, das geht aus einer Auswertung der Barmer hervor, welche die Fehlzeiten der Top 100 Berufe für das Jahr 2018 ermittelt hat. Demnach entfielen auf Mitarbeiter von Post- und Zustelldiensten im letzten Jahr 34,6 Krankheitstage pro Person. Der Durchschnitt liege bei 19,8 Tagen. Statistisch gesehen seien Post- und Paketboten im letzten Jahr 1,5 Mal arbeitsunfähig gewesen, je 100 Beschäftigte ermittelte die Barmer 154 Krankheitsfälle (Durchschnitt: 131 Krankheitsfälle je 100 Personen). Auch bei der Dauer einer Krankschreibung gebe es deutliche Unterschiede. Wenn Briefträger und Paketzusteller arbeitsunfähig waren, dann seien sie statistisch gesehen 22,5 Tage am Stück ausgefallen (Durchschnitt: 15,1 Tage). Hier könnten die jeweiligen körperlichen Anforderungen im Job eine Rolle spielen, meint der Landesgeschäftsführer der BARMER Baden-Württemberg, Winfried Plötze. "Eine Bürotätigkeit kann man auch mit einer leichten Fußverletzung ausführen. Als Briefträger sind sie mit der Diagnose mitunter mehrere Wochen krankgeschrieben." Die hohen Fehlzeiten der Zusteller würden sich auch im Krankenstand niederschlagen. Der liege bei 9,5 Prozent, das heißt von 1000 Beschäftigten fehlten im Jahr 2018 täglich 95 krankheitsbedingt im Job (Durchschnitt: 5,4 Prozent). Am gesündesten seien laut Barmer-Gesundheitsreport die Softwareentwickler. In dieser Branche kam jeder Beschäftigte nur auf 7,7 Krankheitstage, der Krankenstand lag bei zwei Prozent.

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Webcode dieser Seite: p014268 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 13.12.2019
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