Krebsfrüherkennung wird in Baden-Württemberg zu selten genutzt - Am 4. Februar ist Weltkrebstag

Stuttgart, 30. Januar 2020 – Laut Abrechnungsdaten der Barmer waren in Baden-Württemberg nur gut 40 Prozent der Frauen und zwölf Prozent der Männer, die Anspruch darauf haben, innerhalb eines Jahres bei der Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Krebs. "Das ist deutlich zu wenig angesichts der Tatsache, dass Krebs in Deutschland die zweithäufigste Todesursache ist und dass die Heilungschancen umso besser sind, je früher die Krankheit erkannt wird", so der baden-württembergische Landesgeschäftsführer der Barmer, Winfried Plötze, anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar.

Jährlich 100.000 Neuerkrankungen in Baden-Württemberg

Bei den Frauen umfasse die Krebsfrüherkennungsuntersuchung ab dem 30. Lebensjahr das Abtasten der Brust. Zur Untersuchung bei Männern gehöre ab einem Alter von 45 Jahren das Abtasten der Prostata. Laut des Krebsregisters Baden-Württemberg erkranken hierzulande jährlich etwa 100.000 Menschen erstmals an Krebs. Mit mehr als 17.000 Neuerkrankungen seien Frauen am häufigsten von Brustkrebs betroffen, mehr als 12.000 Männer hätten die Diagnose Prostatakrebs erhalten.

Höherer Stellenwert der Krebsvorsorge in den neuen Bundesländern

Die Daten der Barmer weisen regionale Unterschiede bei der Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen aus. In den neuen Bundesländern seien die Untersuchungsraten im Schnitt höher. So seien in Sachsen 44 Prozent der Frauen und in Mecklenburg-Vorpommern 13,5 Prozent der Männer zur Krebsfrüherkennungsuntersuchung gegangen. Schlusslicht sei das Saarland, dort liege die Untersuchungsrate bei 36,5 Prozent (Frauen) und 9,3 Prozent (Männer).

Jede dritte Krebserkrankung wäre vermeidbar

Nicht nur regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, auch eine gesunde Lebensweise könne das Risiko einer Krebserkrankung reduzieren. Plötze: "Nicht rauchen, kein Übergewicht, wenig Alkohol, ein guter Schutz vor UV-Strahlung und vor allem Bewegung kennzeichnen einen gesunden Lebensstil." So hätten Studien beispielsweise belegt, dass ein körperlich aktiver Lebensstil das Risiko reduziere, an Darmkrebs zu erkranken. Schätzungen gehen davon aus, dass gut jede dritte Krebserkrankung durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden könnte.

Ansprechpartnerin für Journalisten:

Marion Busacker

Pressesprecherin Barmer Baden-Württemberg
Telefon: 0800 333004-351130
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Webcode dieser Seite: p014559 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 16.03.2020
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