Barmer zahlt Keuchhustenimpfung auch für Erwachsene

Stuttgart, 28. September 2017 – Das Robert Koch-Institut meldet für Baden-Württemberg aktuell 1.019 Keuchhustenfälle. Im Vorjahreszeitraum waren es 926. Pertussis, wie Keuchhusten auch bezeichnet wird gilt als klassische Kinderkrankheit, allerdings sind zunehmend Erwachsene betroffen. Zwei Drittel aller Pertussis-Fälle treten laut Robert Koch-Institut bei Menschen über 19 Jahren auf, durchschnittlich sind die Erkrankten zwischen 35 und 42 Jahre alt. „Grund dafür sind vor allem Impflücken im Erwachsenenalter, denn ein Impfschutz gegen Keuchhusten besteht nicht lebenslang und muss regelmäßig aufgefrischt werden“, so Winfried Plötze, Landesgeschäftsführer der Barmer Baden-Württemberg. Die Impfung gegen die langwierige und vor allem für Babys gefährliche und hochansteckende Infektionskrankheit wird von der Ständigen Impfkommission empfohlen und von der Barmer auch für Erwachsene im Rahmen der Schutzimpfung gegen Tetanus und Diphtherie übernommen.

Bis zu 90 von 100 Ungeimpften erkranken

Keuchhusten ähnelt im ersten Stadium einer normalen Erkältung. In dieser Phase sind die Infizierten besonders ansteckend. Innerhalb von einem Meter kann der Pertussiserreger durch Husten, Niesen und Sprechen übertragen werden. 80 bis 90 von 100 Ungeimpften, die so mit den Tröpfchen in Kontakt kommen, erkranken. Unbehandelt können Patienten bis zu drei Wochen nach Beginn der zweiten Krankheitsphase ansteckend sein. Diese zeichnet sich durch Hustenattacken mit durchschnittlich fünf bis 50 Anfällen innerhalb von 24 Stunden aus, die vor allem nachts auftreten. Diese Krankheitsphase kann vier bis sechs Wochen andauern.

Mögliche Folgekrankheiten reichen von Lungenentzündung bis Leistenbruch

Keuchhusten verursacht Gewebeschäden im Atemwegsbereich. Diese Gewebeschäden begünstigen Infektionen mit Bakterien, mögliche Folgen sind Lungen- oder Mittelohrentzündungen. Weitere mögliche Komplikationen sind Krampfanfälle, Inkontinenz, Rippenbrüche, Pneumothora - hier können Teile des Lungenflügels nicht mehr richtig Luft ansaugen - und Leistenbruch. Weitere Informationen zu Keuchhusten unter www.barmer.de/s000544.  

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E-Mail: presse.baden-wuerttemberg@barmer.de

Webcode dieser Seite: p008355 Autor: Barmer Erstellt am: 28.09.2017 Letzte Aktualisierung am: 28.09.2017
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