#regionalstark – Modellprojekt „Telesprechstunde“ stellt die augenärztliche Versorgung sicher

Mit dem zukunftsweisenden Projekt „Telesprechstunde“ sollen in der Region Marienberg in Sachsen zusätzliche Behandlungskapazitäten geschaffen werden. Ziel ist es, mehr Patienten zu versorgen und mithilfe der Telesprechstunde Augenarztpraxen zu entlasten. Für die Patienten besteht der große Vorteil, schneller als bisher einen Termin beim Augenarzt zu erhalten.

Berlin, 29.08.2019 – In den sächsischen Modellregionen Weißwasser und Marienberg werden neue Konzepte erprobt, um die medizinische Versorgung zu verbessern und damit dem drohenden Fachärztemangel zu begegnen. Diese Modellregionen haben das sächsische Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz sowie Partner der Selbstverwaltung im Gemeinsamen Landesgremium nach Maßgabe des § 90a Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) aufgrund ihrer besonderen ärztlichen Bedarfssituation ausgewählt. Zur Erprobung innovativer Versorgungsmodelle wurden sieben Arbeitsgrubben mit verschiedenen Arbeitsaufträgen eingesetzt. In der Region Marienberg soll mit dem Modellprojekt „Telesprechstunde“ die augenärztliche Versorgung sichergestellt werden. Dafür hat der dort niedergelassene Facharzt für Augenheilkunde, Simo Murovski, seine Praxisorganisation um eine Telesprechstunde erweitert.

Neue Sprechstundeneinteilung durch moderne Technik und qualifiziertes Fachpersonal

Zunächst vereinbart der Patient einen persönlichen Termin mit dem Augenarzt. Speziell ausgebildetes Personal erhebt in der Augenarztpraxis ergänzend dazu mithilfe moderner augenärztlicher Untersuchungsgeräte die Befunde. Unabhängig von Ort und Zeit greift Facharzt Dr. Murovski auf diese verschlüsselten Befunde zu und bewertet diese. Anhand der hochauflösenden Darstellung der Befunde kann der Facharzt eine exakte Diagnose stellen und seine Therapie ausrichten. Der Patient erhält dann die Befunde und eine ausführliche Auswertung seiner Untersuchungsergebnisse schriftlich.

Sofern krankhafte Veränderungen beim Patienten festgestellt wurden, erfolgt ein weiterer persönlicher Termin mit dem Augenarzt. Die Telesprechstunde entlastet den Augenarzt von regulären Wiederholungsuntersuchungen. Gleichzeitig verschafft ihm die Telesprechstunde wertvolle Sprechstundenzeit für die Behandlung von weiteren Patienten.

Für das Projekt „Telesprechstunde“ kooperiert die Barmer mit weiteren Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen. Der Erfolg des Projektes wird wissenschaftlich evaluiert.
 

Webcode dieser Seite: d000475 Autor: BarmerErstellt am: 29.08.2019 Letzte Aktualisierung am: 29.08.2019
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