Workshops

Informieren Sie sich über die verschiedenen Workshops, die im Rahmen des Seminars "Mach mal PAUSE - Vom Pflegealltag" angeboten wurden.

Basiswissen Pflege

Mit der Pflege einer nahestehenden Person übernehmen Angehörige eine schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe. Viele Pflegende sind unsicher, ob sie alles richtig machen, und wünschen sich praktisches Wissen und Orientierungshilfen – um mehr Sicherheit zu bekommen oder zur Erleichterung der Pflege.

In diesem Workshop vermitteln erfahrene Pflegefachkräfte Wissenswertes rund um die Betreuung und Versorgung zu Hause. Aufbauend auf bereits vorhandenem Wissen und bestehenden Fertigkeiten bekommen Pflegepersonen nützliche Tipps zur Körperpflege und Gesunderhaltung ihrer Angehörigen.


Demenz verstehen

Die Pflege und Betreuung einer Person mit Demenz stellt hohe Anforderungen an die Angehörigen. Dabei wird "Angehöriger" nicht ausschließlich als Mitglied der Familie verstanden, sondern als jede nahestehende Privatperson, die sich aufgrund von Verbundenheit um eine demenziell erkrankte Person kümmert - das heißt auch pflegende Nachbarn oder Freunde. Durch die Erkrankung werden Bezugspersonen oftmals mit ungewöhnlichem Verhalten konfrontiert. Als besonders belastend wird es empfunden, wenn problematische Verhaltensweisen wie Aggressivität, Schreien oder Wahnvorstellungen auftreten. In der täglichen Versorgung reagieren pflegende Angehörige dann häufig unsicher und fühlen sich schnell überfordert.

Fachkräfte mit gerontopsychiatrischer Spezialisierung greifen in diesem Workshop die speziellen Fragen und Sorgen von Angehörigen Demenzkranker auf und geben alltagsnahe praktische Tipps, die den Umgang mit den durch die Demenz verursachten Veränderungen erleichtern. Durch die Vermittlung wissenswerter Hintergründe wird Verständnis für die Erlebniswelt und das Verhalten der Erkrankten eröffnet. Dies kann die Lebensqualität sowohl der Angehörigen als auch der Demenzkranken verbessern.


Mehr Beweglichkeit mit Kinaesthetics

Wer Pflegebedürftige tagtäglich unterstützt, weiß, wie sehr diese Hilfe auch den eigenen Körper beansprucht. Kinaesthetics ist ein Konzept, das auf der Auseinandersetzung mit der eigenen Bewegung bei alltäglichen Aktivitäten basiert. Die eigene Beweglichkeit wird entwickelt und verbessert, um auf dieser Grundlage auch Hilfs- und Pflegebedürftige besser unterstützen und fördern zu können.

Erfahrene Kinaesthetics-Trainerinnen und -Trainer vermitteln in diesem Workshop beispielsweise Techniken, um Personen mit möglichst geringem Kraftaufwand aus dem Bett zu helfen oder das Aufstehen vom Boden zu erleichtern. So wird gleichzeitig die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen möglichst lange erhalten und die körperliche Belastung der Pflegepersonen reduziert.


Familie, Pflege und Beruf

Von einer 35-Stunden-Woche können Berufstätige, die neben ihrem Job Angehörige pflegen, nur träumen. Da nach wie vor die meisten Pflegepersonen Frauen sind, kommt häufig die Organisation und Versorgung einer Familie noch hinzu. Um dieser Mehrfachbelastung auf Dauer gewachsen zu sein, ist es wichtig, die Netzwerke inner- und außerhalb der Familie zu aktivieren und sich möglichst die Unterstützung weiterer Personen zu sichern.

Wie es Berufstätigen durch geschickte Organisation gelingen kann, hilfs- und pflegebedürftige Angehörige innerhalb der Familie zu betreuen und zu versorgen, wird gemeinsam mit Fachkräften betrachtet, die sich auf den Schwerpunkt „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ spezialisiert haben. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten erörtert, in Kooperation mit dem Arbeitgeber die berufliche Situation den persönlichen Erfordernissen so anzupassen, dass die Übernahme einer Pflegetätigkeit ermöglicht und der Alltag leichter bewältigt werden kann.


Pflege und Therapie nach Bobath

Schlaganfälle oder andere Erkrankungen, die eine Hirnschädigung zur Folge haben, verursachen in vielen Fällen schwerwiegende Bewegungsstörungen, Lähmungen oder Spastiken. Die Bobath-Therapie wird weltweit erfolgreich eingesetzt und beruht darauf, dass gesunde Hirnregionen "lernen" können, die Aufgaben der geschädigten Regionen zu übernehmen. So können die Betroffenen langfristig ihre Einschränkungen vermindern und ihre Selbständigkeit zurückerlangen.

In diesem Workshop vermitteln Bobath-Therapeutinnen und -Therapeuten die Grundlagen dieses Therapiekonzeptes. Pflegende lernen, wie sie ihre Angehörigen gezielt unterstützen und damit auch sich selber entlasten können.
 

Webcode dieser Seite: s050081 Autor: Barmer Erstellt am: 29.10.2015 Letzte Aktualisierung am: 03.03.2016
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