Individuelle Häusliche Schulungen

Individuelle Beratung und Schulung in Ihrer häuslichen Umgebung.

Beratungssituation

Sie haben die Möglichkeit, sich zu Hause von speziell qualifizierten Pflegefachkräften zu Ihrer pflegerischen Situation beraten und schulen zu lassen. So können Sie zum Beispiel bestimmte Pflegetätigkeiten vor Ort erlernen. Während der Beratung können Sie mit der Pflegefachkraft Ihre persönlichen Problembereiche der häuslichen Pflegesituation besprechen. Sie können gemeinsam zu Lösungen für spezielle Fragen kommen.

Diese Angebote sind für Sie kostenlos. Wenden Sie sich einfach an Ihre Barmer, um die Kontaktdaten entsprechender Anbieter in Ihrer Nähe zu erhalten.

Wenn Sie eine Ihnen nahe stehende Person zu Hause pflegen und Sie individuelle Fragen zur pflegerischen Versorgung haben, bieten wir Ihnen häusliche Schulungen in den eigenen vier Wänden an. So können Sie ganz ungestört Ihre Fragen mit der Sie aufsuchenden Fachkraft erörtern. Individuelle Problembereiche können so ungezwungen angesprochen und es kann nach einer Lösung geforscht werden, so dass Sie als Pflegeperson gewünschte Veränderungen der Situation herbeiführen. Aber auch ganz praktische Tipps und Hilfestellungen können Ihnen vermittelt werden, denn Ihre Bedürfnisse stehen bei den häuslichen Schulungen im Vordergrund.

Häusliche Schulungen werden auch mit speziellen Themenschwerpunkten wie Kinaesthetics oder Bobath angeboten. So erhalten gerade pflegende Angehörige von bewegungsbeeinträchtigten Personen gezielte Unterstützung für die oftmals körperlich schwere Pflege.

Die Überleitung eines hilfs- und pflegebedürftigen Menschen aus einem Krankenhaus, einer Rehabilitations-  oder einer Kurzzeitpflegeeinrichtung zurück in die eigene Häuslichkeit stellt für viele Angehörige auch eine zusätzliche Belastung dar. Die bisher vertraute Person ist möglicherweise nicht mehr in derselben körperlichen oder geistigen Verfassung wie zuvor. Aus diesem Grund können pflegende Angehörige im Rahmen der Überleitungspflege noch während des stationären Aufenthaltes Beratung erhalten. Eine Fachkraft besucht mit Ihnen gemeinsam die oder den Betroffenen in der stationären Einrichtung. Darüber hinaus berät und empfiehlt sie auch zu Hause, was Sie für eine verantwortungsvolle Pflege in den privaten Räumlichkeiten alles im Vorhinein beachten sollten. In den ersten zehn Tagen nach der Entlassung der oder des Pflegebedürftigen haben Sie die Möglichkeit weitere Beratungen zu Hause in Anspruch zu nehmen, damit alle entstehenden Fragen direkt zu Beginn geklärt werden können. Denn gerade die erste Phase einer neuen pflegerischen Versorgung bringt oftmals auch Unsicherheiten mit sich, die mit Ruhe im direkten Gespräch geklärt werden können.

Häusliche Schulungen für schwer belastete Familien durch Familiengesundheitspflegekräfte

Wenn Ihnen die Anforderungen der täglichen pflegerischen Versorgung Ihres Familienmitgliedes über den Kopf wachsen und Sie nicht wissen, wie Sie die Probleme bewältigen sollen, dann möchten wir Ihnen unser Beratungsangebot der Familiengesundheitspflege vorstellen. Die umfassend geschulte Familiengesundheitsfachkraft kommt zu Ihnen nach Hause und schaut sich die Situation vor Ort an. Sie erhalten gezielte Beratung und Unterstützung in Krisenzeiten. Die Fachkraft weiß um die oftmals auch erdrückenden Probleme der häuslichen Pflege und möchte mit Ihnen Wege für Ihre Entlastung und damit auch für Ihre Gesunderhaltung beschreiten. Gemeinsam wird besprochen, welche besonderen Belastungen vorhanden sind und wie diese gemildert werden können. Je nach Bedarf bezieht die Fachkraft weitere Helfer in die Beratung ein oder vermittelt beispielsweise Kontakt zu Selbsthilfegruppen.

Textnachweis

  • Autorin: Nina Henkels, Barmer Pflegekasse
  • Qualitätssicherung: Ingrid Drolshagen, Barmer Pflegekasse

Literatur

  • SGB XI - Elftes Sozialgesetzbuch - Soziale Pflegeversicherung
  • Gemeinsames Rundschreiben des GKV- Spitzenverbandes zu den leistungsrechtlichen Vorschriften nach dem Stand vom 22.12.2016
Webcode dieser Seite: s050066 Autor: Nina Henkels Erstellt am: 12.05.2014 Letzte Aktualisierung am: 28.12.2016
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