Vollstationäre Pflege

Vollstationäre Pflege ist dann eine Alternative, wenn häusliche oder teilstationäre Pflege wie Tages- oder Nachtpflege nicht möglich sind.

Vollstationäre Pflege

Manchmal ist eine Pflege zu Hause nicht durchführbar. Dann ist der Umzug in ein Pflegeheim unumgänglich. Auch wenn der Schritt nicht leicht fällt, die Pflege im Heim muss keineswegs die schlechteste Lösung sein.

Die Barmer Pflegekasse beteiligt sich an den Kosten der Heimunterbringung. Je nach Pflegegrad ergibt sich monatlich folgender Höchstanspruch auf Leistungen der Pflegekasse:

 
Pflegegrad 1   125 Euro
Pflegegrad 2   770 Euro
Pflegegrad 31.262 Euro
Pflegegrad 41.775 Euro
Pflegegrad 52.005 Euro

 

Welche Kosten sind abgedeckt?

Die Pflegeversicherung übernimmt die Kosten für pflegebedingte Aufwendungen, Leistungen der medizinischen Behandlungspflege, der Betreuung und der Ausbildungsumlage in pauschalierter Form. Diese Pauschalen rechnet das Pflegeheim direkt mit der Barmer Pflegekasse ab. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten der Einrichtung sind selbst zu tragen und werden den Bewohnerinnen und Bewohnern in Rechnung gestellt.

Der Eigenanteil kann auf Antrag vom Sozialamt übernommen werden.

Eigenanteil für die pflegebedingten Aufwendungen

Seit dem 01.01.2017 sind innerhalb der gleichen Einrichtung die Eigenanteile für pflegebedingte Aufwendungen inkl. der Ausbildungsumlage für alle Bewohnerinnen und Bewohner gleich hoch. Unabhängig davon, ob Leistungen nach dem Pflegegrad 2 oder 5 bezogen werden: Der Eigenanteil bleibt der gleiche. Damit ist für Pflegebedürftige und ihre Familien eine bessere Planbarkeit ihrer finanziellen Belastung gewährleistet.

Wichtig: Lassen Sie sich vor der Auswahl einer stationären Einrichtung beraten. Die Unterbringung muss in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung erfolgen. Bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung hilft Ihnen der Barmer Pflegelotse.

Vollstationäre Pflege in Einrichtungen der Hilfe für Menschen mit Behinderung

Einen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung gibt es für Pflegebedürftige mit Pflegegrad 2 bis 5 auch in Einrichtungen, bei denen die Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft, die schulische Ausbildung oder die Erziehung von Menschen mit Behinderung im Vordergrund stehen. Die Barmer Pflegekasse übernimmt 10 Prozent des mit dem Sozialhilfeträger vereinbarten Heimentgeltes, jedoch maximal 266 Euro pro Monat.

Unter bestimmten Voraussetzungen besteht außerdem Anspruch auf anteiliges Pflegegeld - zum Beispiel bei einem Aufenthalt zu Hause, an Wochenenden oder während der Ferien.

Textnachweis

  • Autorin: Nina Henkels, Barmer Pflegekasse
  • Qualitätssicherung: Ingrid Drolshagen, Barmer Pflegekasse

Literatur

  • SGB XI - Elftes Sozialgesetzbuch - Soziale Pflegeversicherung
  • Gemeinsames Rundschreiben des GKV- Spitzenverbandes zu den leistungsrechtlichen Vorschriften des SGB XI
Webcode dieser Seite: s050072 Autor: Nina Henkels Erstellt am: 18.12.2014 Letzte Aktualisierung am: 18.05.2018
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