Wohngruppenzuschlag

Mit dem Wohngruppenzuschlag werden Bewohnerinnen und Bewohner ambulant betreuter Wohngruppen unterstützt.

Zwei Personen auf dem Gemüsemarkt

Die Pflege in einer Wohngruppe kann durch einen ambulanten Pflegedienst oder eine private Pflegeperson sichergestellt werden. Ist in der ambulanten Wohngruppe eine weitere Person (Präsenzkraft) tätig, erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner zusätzlich zu den Pflegesachleistungen bzw. zum Pflegegeld einen Wohngruppenzuschlag in Höhe von 214 Euro monatlich. Diesen Betrag erhalten auch Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1. Der Wohngruppenzuschlag kann eigenverantwortlich für die Organisation sowie Sicherstellung der Pflege in der Wohngemeinschaft verwendet werden.

Folgende Voraussetzungen müssen vorliegen, um die Pauschale zu erhalten:

  • Es muss sich um ein gemeinschaftliches Wohnen von regelmäßig drei und maximal zwölf Bewohnerinnen und Bewohnern handeln,
  • es werden von mindestens drei Bewohnerinnen und Bewohnern ambulante Pflegeleistungen bezogen,
  • die Mitglieder der Wohngruppe haben gemeinschaftlich eine Person beauftragt, die Hilfeleistungen unabhängig von der pflegerischen Versorgung erbringt,
  • die Pauschale wird zweckgebunden eingesetzt,
  • der Zweck ist die gemeinschaftliche Versorgung in einer gemeinsamen Wohnung oder einem Haus mit häuslicher Versorgung und
  • bei der Wohngruppe darf es sich nicht um eine Versorgungsform handeln, die einer stationären Einrichtung (Pflegeheim) entspricht.

Textnachweis

  • Autorin: Laura Ostwald, Barmer Pflegekasse
  • Qualitätssicherung: Ingrid Drolshagen, Barmer Pflegekasse

Literatur

  • SGB XI - Elftes Sozialgesetzbuch - Soziale Pflegeversicherung
  • Gemeinsames Rundschreiben des GKV- Spitzenverbandes zu den leistungsrechtlichen Vorschriften des SGB XI
Webcode dieser Seite: s050067 Autor: Laura Egbert Erstellt am: 18.12.2014 Letzte Aktualisierung am: 18.05.2018
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